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Mann, T. (1926). Mein Verhältnis zur Psychoanalyse. Almanach der Psychoanalyse, 1:32-33.
   

(1926). Almanach der Psychoanalyse, 1:32-33

DIE PSYCHOANALYSE UND DIE DICHTER

Mein Verhältnis zur Psychoanalyse

Thomas Mann

Mein Verhältnis zur Psychoanalyse ist so uneinfach wie sie es verdient. Man kann in der Psychoanalyse, diesem merkwürdigen Gewächs wissenschaftlich-zivilisatorischen Geistes, mit allem Recht etwas Großes und Bewunderungswürdiges erblicken, eine kühne Entdeckung, einen tiefen Vorstoß der Erkenntnis, eine überraschende, ja sensationelle Erweiterung des Wissens vom Menschen. Und man kann auf der anderen Seite finden, daß sie, mißbräuchlich ins Volk gebracht, zu einem Instrument boshafter Aufklärung, einer kulturwidrigen Manie der Enthüllung und Diskreditierung werden kann, gegen die Bedenken zu haben, nicht bloße Sentimentalität zu bedeuten braucht. Ihr Wesen ist Erkenntnis, melancholische Erkenntnis, insonderheit was Kunst und Künstlertum betrifft, auf die sie es offenbar besonders abgesehen hat. Nun, das war mir nichts Neues, als es mir zum erstenmal entgegentrat. Bei Nietzsche, namentlich in seiner Wagner-Kritik, hatte ich es im wesentlichen erlebt, und es war, als Ironie, zu einem Element meiner geistigen Verfassung und meiner Produktion geworden, — ein Umstand, dem ich es zweifellos zu danken habe, daß meinen Schriften von jeher eine gewisse charakteristische Aufmerksamkeit und kritische Vorliebe von seiten der analytischen Gelehrtenschule zuteil wurde.

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