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Dreiser, T. (1932). Bemerkungen am 6. Mai. Almanach der Psychoanalyse, 7:11-12.

(1932). Almanach der Psychoanalyse, 7:11-12

Bemerkungen am 6. Mai

Theodore Dreiser

Tischrede Th. Dreisers anläßlich des Festessens zu Ehren des 75. Geburtstages von Prof. Sigm. Freud. In Abwesenheit des verhinderten Autors vorgelesen von Dr. A. A. Brill, New York, am 6. Mai 1931.

Ich habe Freud als Kopernikus der Psychologie begrüßen hören. Also als eine Art von Gegenstück zu Darwin in der Welt revolutionärer Gedankenarbeit. Mir erscheint er eher als ein Napoleon oder Hannibal des Geistes, der mit der unerhört durchdringenden Schärfe und Strategie seines Verstandes alles vor sich hergefegt hat.

Nie werde ich die erste Begegnung mit seinen „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“, seinem „Totem und Tabu“, seiner „Traumdeutung“ vergessen. Damals und auch heute noch wurde mir jeder Abschnitt zur Erleuchtung —ein helles, klärendes Licht in den dunkelsten Fragen, die mich und mein Werk bedrängten und verstörten. Die Lektüre Freuds hat mir bei meinen Studien über Leben und Menschen geholfen. Ich sagte damals, und wiederhole es heute, daß er mich an den Eroberer gemahnte, der eine Stadt erstürmt hat, der die uralten, grauen Gefängnisse dieser Stadt edelmütig öffnete und aus düsteren, verrosteten Kerkern die Gefangenen jener Formeln, Vorurteile und Irrmeinungen freiließ, die den Menschen hunderte und tausende von Jahren gequält und erschöpft haben. Ich denke heute noch so.

Das

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