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Perelberg, R.J. (2008). Raum und Zeit im psychoanalytischen Zuhören. Int. Psychoanalyse, 3:92-117.
    

(2008). Internationale Psychoanalyse, 3:92-117

Raum und Zeit im psychoanalytischen Zuhören Language Translation

Rosine Jozef Perelberg

Vorbemerkung

Viele Jahre habe ich mich gefragt, was in meiner ersten Begegnung mit Patrick geschehen war und ob ich ihm tatsächlich >diese Frage< gestellt hatte. Vor dem Hintergrund dessen, was er mir später in der Analyse berichten sollte, war ich mir auch unsicher, ob ich mir seine Antwort nur eingebildet hatte. Alles schien Teil eines nebulösen Ereignisses, von dem ich nicht wusste, ob es stattgefunden hatte, obwohl ich die Sitzung recht ausführlich protokolliert hatte.

Patrick hatte einem meiner Kollegen mitgeteilt, dass er wegen seiner Angst in Beziehungen eine Analyse beginnen wolle. In unserem Erstgespräch konnte ich dennoch sein Widerstreben und sogar seine Angst davor spüren, sich auf eine Analyse mit mir einzulassen. Während dieser ersten Begegnung erzählte er mir, wie er als Student in der Bibliothek immer wieder eingeschlafen war, ohne sich daran erinnern zu können, was er gelesen hatte. Wenn etwas schwierig wurde oder er etwas nicht verstehen konnte, zog sich Patrick zurück, wurde passiv oder schlief ein. Jahre später konnte ich zwei weitere relevante Dimensionen erkennen, die im Erstgespräch nur in Ansätzen deutlich geworden waren: seine Erotisierung von Beziehungen sowie sein Verlangen und zugleich seine Furcht davor, eine passive, masochistische Position einzunehmen. Ich nahm bei diesem Treffen auch wahr, welchen Aufwand er für seinen Körper betrieb: Patrick war ein großer, dunkelhaariger Mann Ende 20 mit einem schlanken muskulösen Körper, der auf viele Stunden Training schließen ließ. Ich spürte bereits, wie er sich durch diesen Aufwand für seinen Körper zusammenhielt. Diese Beobachtungen, Eindrücke und Gedanken brachten mich dazu, ihn im Erstgespräch zu fragen, ob er jemals eine homosexuelle Beziehung gehabt habe, was Patrick rasch verneinte.

In unserem zweiten Gespräch wurden einige der obengenannten

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1 Diese Arbeit wurde im Oktober 2006 auf der English Speaking Conference vorgestellt. Ich danke Don Campbell, Sira Dermen, Gregorio Kohon und Caroline Polmear für ihre Anmerkungen.

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