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Birksted-Breen, D. (2011). Ist Übersetzung möglich?. Int. Psychoanalyse, 6:37-47.
    

(2011). Internationale Psychoanalyse, 6:37-47

II Psychoanalytische Theorie und Technik

Ist Übersetzung möglich? Language Translation

Dana Birksted-Breen, Ph.D.

Translated by:
Aus dem Englischen von Wolfgang Groysbeck

Übersetzung ist immer Deutung/Interpretation [interpretation], und Psychoanalytiker deuten/übersetzen, sie übersetzen das Unbewusste. Worte, Bilder, Affekte, Hinweise, die der Körper gibt, werden in Deutungen übersetzt. Mahony (1980) bezeichnet Freud als »einen der großen Denker und Pioniere auf dem Gebiet der Übersetzung […], weil er in seinem Werk den verschiedenen Begriffen Umfang, Ausdehnung und Tiefe wie nie zuvor in der Geschichte verleiht« (S. 462).

Freuds »talking cure« übersetzt blockierte Gefühlsregungen, hysterische Symptome und Impulse in Worte. So wie sich Worte und Sätze nicht eins zu eins in eine andere Sprache übersetzen lassen, so gibt es auch keine direkte Entsprechung zwischen den Äußerungen des Patienten und den möglichen Übersetzungen durch den Analytiker. Dazwischen erstreckt sich das ganze Feld der Psychoanalyse mit allen kulturellen, theoretischen und persönlichen Unterschieden. Das Prinzip der Überdeterminierung besagt, dass verschiedene »Übersetzungen« immer nur einen Teilaspekt darstellen können. »Wenn der psychische Apparat aus einer Aufeinanderschichtung von Umschriften besteht, dann kann man von der Koexistenz multipler Umschriften oder Übersetzungen ausgehen« (Hinz 2008, S. 122).

Psychoanalyse ist im Wesen mehrsprachig, wobei es »gesellschaftsbedingte« Varianten ebenso gibt wie die Varianten der jeweiligen analytischen Dyade, in der jeder der Beteiligten die Sprache des anderen durch Hin-und-her-Übersetzen erlernt. Oft wird dabei eine gemeinsame Sprache entwickelt, die

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1 Anm. d. Ü.: Dieses Zitat bezieht sich auf Freuds Brief an Fließ vom 6.12.1896. Siehe: Freud, S. (1887-1904): Briefe an Wilhelm Fließ. Hg. J. J. Masson. Frankfurt/Main (Fischer) 1986, S. 217, Brief Nr. 112.

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