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PEP-Web Tip of the Day

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Breuer, J. Freud, S. (1895). Vorwort [zur ersten Auflage]. Gesammelte Werke: Texte aus den Jahren 1885 bis 1938, 217-218.
    

Breuer, J. und Freud, S. (1895). [GWS217a1]Vorwort [zur ersten Auflage]. Gesammelte Werke: Texte aus den Jahren 1885 bis 1938, 217-218

[GWS217a1]Vorwort [zur ersten Auflage] Book Information Previous Up Next Language Translation

J. Breuer und S. Freud

[GWS217a2]Wir haben unsere Erfahrungen über eine neue Methode der Erforschung und Behandlung hysterischer Phänomene 1893 in einer ›Vorläufigen Mitteilung‹ veröffentlicht und daran in möglichster Knappheit die theoretischen Anschauungen geknüpft, zu denen wir gekommen waren. Diese ›Vorläufige Mitteilung‹ wird hier, als die zu illustrierende und zu erweisende These, nochmals abgedruckt.

[GWS217a3]Wir schließen nun hieran eine Reihe von Krankenbeobachtungen, bei deren Auswahl wir uns leider nicht bloß von wissenschaftlichen Rücksichten bestimmen lassen durften. Unsere Erfahrungen entstammen der Privatpraxis in einer gebildeten und lesenden Gesellschaftsklasse, und ihr Inhalt berührt vielfach das intimste Leben und Geschick unserer Kranken. Es wäre ein schwerer Vertrauensmißbrauch, solche Mitteilungen zu veröffentlichen, auf die Gefahr hin, daß die Kranken erkannt und Tatsachen in ihrem Kreise verbreitet werden, welche nur dem Arzte anvertraut wurden. Wir haben darum auf instruktivste und beweiskräftigste Beobachtungen verzichten müssen. Dieses betrifft naturgemäß vor allem jene Fälle, in denen die sexualen und ehelichen Verhältnisse ätiologische Bedeutung haben. Daher kommt es, daß wir nur sehr unvollständig den Beweis für unsere Anschauung erbringen können: die Sexualität spiele als Quelle psychischer Traumen und als Motiv der »Abwehr«, der Verdrängung von Vorstellungen aus dem Bewußtsein, eine Hauptrolle in der Pathogenese der Hysterie. Wir mußten eben die stark sexualen Beobachtungen von der Veröffentlichung ausschließen.

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