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Hitschmann, E. (1912). Zum Werden des Romandichters. Imago, 1(1):49-55.

(1912). Imago, 1(1):49-55

Zum Werden des Romandichters

E. Hitschmann

Die Berufsleute sind eigentlich die Schläfer, die Halbbewußten; und diejenigen, die man Träumer nennt, sind vielleicht die wahren Wachenden.

Jakob Wassermann, »Renate Fuchs«.

Setzen wir den Fall, ein zukünftiger hervorragender Romancier würde etwa in seinem 18. Lebensjahr zum erstenmal ein literarisches Produkt produzieren, das er wert findet, der Öffentlichkeit zu übergeben. Dasselbe wäre mehr oder weniger autobiographisch, beträfe beiläufig sein neuntes Lebensjahr, so würden wir erwarten, daß es zunächst die von Freud hervorgehobene Grundeigenschaft der Psyche des Romandichters in statu nascendi zeige: das Phantasieren, Tagträumen, hervorgehend aus dem Spiel des Kindes. Nehmen wir zum Grundanlaß dieses schriftstellerischen Frühproduktes die Darstellung des wichtigsten Kinder-Erlebnisses des Autors, so liegt die Möglichkeit nahe — falls dies mit seinen Erlebnissen übereinstimmen könnte —, daß es sich um den früh erfolgten Tod eines Elternteils handeln wird. Technische Vollendung können wir kaum noch erwarten und werden daher nicht überrascht sein, wenn das Thema nicht in allgemein menschliche Höhen erhoben ist, und die einzelnen Tagträume noch nicht durch die volle dichterische Kunst jedesmal das allgemeine Interesse des Lesers hervorrufen. Der Inhalt der Tagträume wird sich offenbar mit Ehrgeiz und Liebe beschäftigen.

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