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Silberer, H. (1912). MÄRCHENSYMBOLIK. Imago, 1(2):176-187.

(1912). Imago, 1(2):176-187

MÄRCHENSYMBOLIK

Herbert Silberer

Wir alle insgesamt sind Glückssucher. Wir alle strengen täglich, stündlich — jeglicher nach seiner Fasson — unsere Kräfte an, um das, was uns begehrenswert erscheint, zu gewinnen. Und wenn uns die harte Wirklichkeit des Lebens nicht bietet, was wir ersehnen, so flüchten wir uns gern zum Trost in ein Wunderland, welches unseren Wünschen Erfüllung verheißt und gewährt: ins Reich der Träume und Märchen. Dem Kinde ist dieses Land freilich am leichtesten zugänglich. Auch dem Kinde im Erwachsenen.

Wunscherfüllung! Seit der geistreiche Zergliederer der verworrensten Erscheinungen unseres Seelenlebens, Professor Sigmund Freud, seine überraschenden Arbeiten über den Traum und die psychischen Störungen veröffentlicht hat, ist dieses Wort der Schlüssel zum Verständnis vieler Rätsel geworden. Es hat nicht lange gedauert, bis die zuerst an nervösen Krankheitszuständen entdeckten Gesetze, nach denen der Traum uns seine merkwürdigen Bilder vorgaukelt, auch in den holden Phantasien des Märchens und in den gewaltigen Dramen des Mythos nachgewiesen wurden.

Der Mythos ist gewissermaßen der Traum des Volkes, der Traum ist der Mythos des Einzelmenschen. Dr. Karl Abraham erinnerte in einer Studie über dieses Thema an das »biogenetische Grundgesetz« der modernen Naturwissenschaft, welches besagt, daß die Entwicklung des Individuums eine summarische Wiederholung der Entwicklung der Rasse vorstellt.

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