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Maeder, A. (1912). Eindrücke eines Psychoanalytikers von einem Aufenthalt in London. Imago, 1(2):188-196.

(1912). Imago, 1(2):188-196

Eindrücke eines Psychoanalytikers von einem Aufenthalt in London

A. Maeder

Das englische Leben bietet dem Bewohner des Kontinents vielseitige Anregungen; der Psychoanalytiker kommt dabei auch zu seinem Rechte; ich will im folgenden versuchen, einige meiner diesbezüglichen Beobachtungen in zwangloser Form mitzuteilen. Man erwarte also nur Eindrücke und Einfälle meinerseits und keine systematische Abhandlung.

Die Frau spielt im englischen Leben eine mächtige, schon äußerlich sichtbare Rolle. Ihre Bedeutung ist auf der Straße, in der Gesellschaft und in der Familie überall zu erkennen; sie ist das Zentrum, um das sich alles dreht. Zwei extreme Haupttypen der Frau demaskieren sich bald, sozusagen von selbst: der männliche Typus und die Puppe. Der erstere scheint der häufigste zu sein, der körperliche Bau weist schon viele männliche Züge auf, das Gesicht hat etwas Eckiges, Grobes, das Benehmen, die Gesten, der Gang haben etwas unangenehm Entschlossenes, Energisches, häufig Schwerfälliges.

Die Sufragette gehört meistens zu diesem Typus, wie ich reichlich Gelegenheit hatte, zu beobachten. Die Bestürmung des Hauses des Parlamentes durch die weibliche Horde, der förmliche Ringkampf mit Hunderten von Policemen 〈im November 1910〉 war ein eigenartiges Bild. Dieses Poltern, Schlagen, Ringen war der Ausdruck einer ausgesprochenen Aggressivität seitens der Frau. Viele Szenen trugen einen schwer hysterischen Charakter.

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