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Rank, O. (1912). INTUITIVE PSYCHOANALYSE. Imago, 1(2):204-208.

(1912). Imago, 1(2):204-208

INTUITIVE PSYCHOANALYSE

Review by:
Otto Rank

Bei der zumeist mißverständlichen oder gehässigen Bekämpfung der psychoanalytischen Methode und ihrer Ergebnisse war es uns stets eine besondere Genugtuung und Beruhigung, daß eine große Klasse hochgeschätzter Menschen, die Dichter, in ihrem Material und in ihrer Technik vielfach Ähnliches darbieten, wie es die psychoanalytische Forschung wissenschaftlich zu fundieren sucht. Aus der Erkenntnis, daß es sich in jeder echten Dichtung um ein Stück Selbstanalyse und ihre Projektion in ein Abbild der Wirklichkeit handelt, ist uns diese vollkommene Übereinstimmung der dichterischen Intuition mit den psychoanalytisch gewonnenen Einsichten nicht nur verständlich, sondern auch als beweiskräftige Stütze wertvoll geworden, nach der wir immer gerne mit dem Gefühle der Befriedigung und Genugtuung greifen.

Eine vor kurzem in deutscher Übersetzung erschienene Erzählung eines russischen Dichters, welche einzelne bedeutungsvolle Episoden aus der Entwicklungsgeschichte eines Knaben schildert, verblüfft sowohl darstellerisch als inhaltlich durch die Ähnlichkeit mit unseren Kinderanalysen. Dem psychoanalytischen Leser bleibt hier kaum die Aufgabe, das Material nach gewissen ihn interessierenden Gesichtspunkten zu ordnen, denn der Dichter hat seine Schilderung weniger nach der zeitlichen Aufeinanderfolge als direkt nach einzelnen »Komplexen« angeordnet. So sind einzelne Kapitel überschrieben: Der Vater, Visionen, die Mutter, der jüngere Bruder, Tante Katja, der Lehrer, die Schwester etc. Die in Ichform wiedergegebene Schilderung der inneren Entwicklungsvorgänge des Knaben beginnt mit der ersten Erinnerung an den Vater aus dem dritten oder vierten Lebensjahre und reicht bis in den Anfang der Pubertät 〈das vorletzte Kapitel: »Siebzehn Jahre«〉.

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