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Pfister, O. (1912). Die Ursache der Farbenbegleitung bei akustischen Wahrnehmungen und das Wesen anderer Synästhesieen. Imago, 1(3):265-275.

(1912). Imago, 1(3):265-275

Die Ursache der Farbenbegleitung bei akustischen Wahrnehmungen und das Wesen anderer Synästhesieen

Oskar Pfister

Unter Synästhesie versteht man die weitverbreitete Erscheinung, daß beim Eintritt einer Sinneswahrnehmung eine einem andern Sinnesgebiet angehörige Empfindung ohne Reizung des zugehörigen Endapparates ausgelöst wird. Das bekannteste Beispiel ist wohl die audition coloree 〈Synopsie〉, die darin besteht, daß ein wahrgenommener Schall, ein Geräusch, Ton, Buchstabe, Wort usw. ohneweiters von einer Farbenempfindung begleitet wird, also etwa e von rot, die Zahl 5 von grün, die Melodie »Seid umschlungen, Millionen« von weiß und rot. Man gebraucht den Ausdruck »Synästhesie« aber auch in einem weiteren Sinne: Statt einer Sinneswahrnehmung kann eine Vorstellung die sekundäre Empfindung hervorrufen, oder die letztere kann zu einer bloßen schwachen Erinnerung verblassen, während sie oft geradezu Zwangscharakter innehat.

Aus der gewaltigen Literatur, die sich mit dem Rätsel der Synästhesie befaßt — schon 1892 zählte ein amerikanischer Psycholog 85 Nummern! —, hebe ich nur zwei besonders wichtige Werke hervor. 1881 gaben zwei Kandidaten der Medizin, Eugen Bleuler und Karl Lehmann, eine bedeutende, auf sorgfältigen Beobachtungen fußende und scharfsinnig ausgearbeitete Schrift heraus unter dem Titel: »Zwangsmäßige Lichtempfindungen durch Schall und verwandte Erscheinungen« 〈Leipzig 1881, 96 S.

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