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PEP-Web Tip of the Day

In-depth analysis of Winnicott’s psychoanalytic theorization was conducted by Jan Abrams in her work The Language of Winnicott. You can access it directly by clicking here.

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Reik, T. (1912). WIE DIE KINDER FABULIEREN. Imago, 1(3):298-299.

(1912). Imago, 1(3):298-299

WIE DIE KINDER FABULIEREN

Theodor Reik

Was die Kinder fabulieren, erzählt im »Berliner Tageblatt« 〈7. April 1912〉 eine Volksschullehrerin, Else Fieckel. Es ist ungemein reizvoll, an diese Beobachtungen mit dem Senkblei der Psychoanalyse heranzugehen. Auf den ersten Blick erkennt man die infantilen Sexualtheorien, welche die Kleinen beschäftigen. Auch die Verfasserin muß zugeben, daß »Liebe und Ehe einen beträchtlichen Raum in den Kinderköpfchen einnehmen.« Und auch ihr fällt die Ähnlichkeit der kindlichen Phantasieprodukte mit der dichterischen Schaffensart auf. Gleich in der ersten Erzählung der kleinen Irma finden wir ein schönes Beispiel infantiler Sexualtheorie, noch beeinflußt von der Storchfabel:

»Es war einmal ein Frosch, der hupfte am Wasser rum und quackte in einer Tour. Da kam ein kleines Mädchen und wollte ihn wegjagen. Da schlingte er das Mädchen auf. Mit einem Male kam der Klapperstorch. Der Frosch aber hatte nun einen so dicken Bauch, daß er nicht wegspringen konnte, und der Storch piekte ihn mit seinem langen, roten Schnabel mitten auf den Bauch. Da platzte er, und da kam das kleine Mädchen rausgesprungen und lief schnell nach Hause.« Das antizipierte Zeichen der Gravidät, der dicke Bauch und der Storchschnabel als Pennissymbol, treten in diesen Phantasien deutlich hervor.

Besonders interessant ist in dieser Erzählung der Zusammenhang von Essen und Konzeption, eine Sexualtheorie, welche auch im Mythos und im Aberglauben eine große Rolle spielt.

Eine andere Kleine erzählt von einem Manne und einem Mädchen, welche beide sehr verlassen waren. Sie trafen sich und heirateten. »Am anderen Tag bekamen sie zwei Mädchen, Zwillinge, die nannten sie Luise und Johanna.«

Die

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