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Hitschmann, E. (1912). ZUM FARBENHÖREN. Imago, 1(4):401.

(1912). Imago, 1(4):401

Beiträge zur Determinierung im Psychischen

ZUM FARBENHÖREN

Eduard Hitschmann

Wir sind gewohnt, mehrfache Determinierungen psychischer Erscheinungen durch das Unbewußte aufzufinden, — sogenannte Überdeterminierungen.

Zu den Erklärungen, die Frau Dr. v. Hug-Hellmuth über ihr Farbenhören in dem interessanten Artikel über dieses Thema «Imago, Nr. 3» beibringt, möchte ich als der Autorin entgangen, die Determinierung durch den Gleichklang nachtragen.

Es muß auffallen, daß der Vokal, der die Farbensynopsie hervorruft, im Namen dieser Farbe den Hochton hat: e erzeugt gelb, o — rot, a — blau, i — grũn «grin», u braun. Für e und o ist dieser Gleichklang evident; dem i kann nur grün entsprechen, da die anderen Farbenbezeichnungen noch weniger nach i klingen. Da die Lautphotismen übrigens aus der frühen Jugend stammen, sei erwähnt, daß Kinder, besonders in unseren Dialektgegenden, eher »grin« als voll »grün« aussprechen. Übrigens sieht ü aus wie zwei i nebeneinander; wozu das sonderbare Übersetzen von »sweet« mit »grün« «S. 252» gut stimmt! — Man wird diese Miterklärung der Lautphotismen auch bei au — blaugrau gerne zugeben, für welchen Zusammenhang Frau Dr. Hug keine Erklärung weiß. Es fallen mir in den Beispielen des Aufsatzes ferner als Beweise für meine Auffassung auf: Der Konsonant 1 »zieht das Farbenbild des Vokals in Wellen aus« «S.

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