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Sachs, H. (1912). Dr. Theodor Reik: FLAUBERT UND SEINE VERSUCHUNG DES HEILIGEN ANTONIUS.. Imago, 1(5):531-533.

(1912). Imago, 1(5):531-533

BÜCHER

Dr. Theodor Reik: FLAUBERT UND SEINE VERSUCHUNG DES HEILIGEN ANTONIUS.

Review by:
Hanns Sachs

Le vent arrache le voile de la Vierge; il s'envole.

Antoine:

L'air circule autour de sa těte, son épaule sort.

La voix:

Et puis? — — et puis? — — la veux tu? — — je suis le rěve.

〈Version 1849.〉

Nichts hat mir den Glauben an eine Seelenwanderung so zwingend nahe gebracht, wie das Werk Flaubert's. Es ist kaum möglich, sich vorzustellen, daß er nicht als Priester der Tanait die Gärten ihres Heiligtums durchwandelt habe, daß er nicht mit den Syntagmen des Söldnerheeres durch den Wüstensand marschiert und nie die Treppen, die zum Palaste des Meersuffeten führten, hinaufgestiegen sei; unfaßbar, daß der Mensch, der die halbtierischen Leidenschaften der Barbarenkrieger ebenso wie die mystischen Verzückungen der karthagischen Fürstentochter miterlebt und bis auf den kleinsten Zug in sich aufgenommen hat, ein Kind des vorigen Jahrhunderts war: ein französischer Künstler, eines ehrbaren Chirurgen Sohn, der bald auf Reisen, bald in seinem Landhause ein beschauliches, äußerlich wenig bewegtes Dasein führte. Für diesen rätselhaften Widerspruch scheint es nur die eine Lösung zu geben, daß für einzelne Auserwählte die Türen zwischen ihrer jetzigen Existenz und den vorigen nicht ganz geschlossen wurden, so daß es ihnen vergönnt ist, hie und da einen Blick in ein früheres Dasein zurückzuwerfen; diese Fähigkeit, in eine andere Persönlichkeit überzugehen, die aber doch wieder nur die eigene, irgendwie fremd gewordene ist, müßten wir dann als das Kennzeichen und entscheidende Merkmal des Dichters ansehen.

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