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Rank, O. (1912). Wilhelm Jensen: »FREMDLINGE UNTER DEN MENSCHEN.« 〈Ein Roman in zwei Bänden. Verlag Karl Reißner, Dresden und Leipzig 1911. Geh. M. 7˙ -, geb. M. 9˙ -.〉. Imago, 1(5):537-538.

(1912). Imago, 1(5):537-538

Wilhelm Jensen: »FREMDLINGE UNTER DEN MENSCHEN.« 〈Ein Roman in zwei Bänden. Verlag Karl Reißner, Dresden und Leipzig 1911. Geh. M. 7˙ -, geb. M. 9˙ -.〉

Review by:
Otto Rank

Das letzte Werk des im Vorjahre im hohen Alter verstorbenen, ungeheuer produktiven Dichters, dessen Schaffen dem Psychoanalytiker durch Freuds Analyse der »Gradiva« ganz besonders interessant geworden ist. War schon in der »Gradiva« die Rückverlegung der Liebesbeziehung in eine historische Vergangenheit 〈Pompeji〉 auf Grund der Freudschen Deutung als treffender Ausdruck für die Regression auf eigene Kindheitserinnerungen des Dichters aufgefallen, so vermag das vorliegende Buch diese Auffassung zu bestätigen, indem es die Übereinstimmung des Inhaltes dieser vorzeitigen Phantasien mit unseren psychoanalytischen Ergebnissen verrät. Aus eingehenden Untersuchungen einer Reihe verschiedenartiger psychischer Phänomene wissen wir, daß die erste infantile Liebesbeziehung des Knaben in der Regel der Mutter oder der Schwester, oder einer sonst nahestehenden Person 〈etwa Cousine〉 gilt, daß aber diese anstößige Neigung bald der Verdrängung verfällt und unter Umständen sich im dichterischen Schaffen wenigstens durchzusetzen versucht. In einem kürzlich erschienenen Buche über »Das Inzestmotiv in Dichtung und Sage« 〈Verlag Deuticke, Wien und Leipzig〉 konnte ich zeigen, daß der Inhalt dieses allgemein menschlichen, die Mutter 〈Schwester〉 begehrenden und den Vater 〈Bruder〉 verleugnenden »Familienromans« 〈Freud〉 das dichterische Schaffen und die Mythenbildung in unzähligen Modifikationen und Entstellungen beherrscht.

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