Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To keep track of most popular articles…

PEP-Web Tip of the Day

You can always keep track of the Most Popular Journal Articles on PEP Web by checking the PEP tab found on the homepage.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Sachs, H. (1913). Carl Spitteler. Imago, 2(1):73-77.

(1913). Imago, 2(1):73-77

Carl Spitteler

Hanns Sachs

In dieser Welt von Übeln krank, von Blute rot, Tut Geist und Schönheit, tut ein Flecklein Himmel not, Ein Glückicher, der nichts vom Pfuhl des Jammers weiß, Ein Edler, rein von Schuld, ein Held des Helmbusch weiß.

〈»Olympischer Frühling«, II. Teil.〉

Ist die Annahme der Psychoanalyse richtig, daß die schöpferische Phantasie des Künstlers, wie jede andere, ihre tiefste und mächtigste Quelle im Unbewußten habe, so muß in der Brust jener, die sich die Phantasie zum Lebensinhalt gemacht haben, der Kampf zwischen Begierde und Verbot, Wunsch und Angst mit besonderer Heftigkeit entbrannt sein. Was den Künstler von den übrigen Phantasiemenschen, Träumern und Narren, besonders unterscheidet ist seine Fähigkeit, trotz der Gewalt dieser inneren Kämpfe den Weg von sich weg zu finden. Er muß sich vergessen können, während er seine Leiden ausspricht und formt: »Aber sich so verlieren, ist mehr sich finden«, dies Wort des Mystikers gilt nicht nur für die religiöse, sondern für jede Form der Inspiration.

Wenn wir Psychoanalytiker nun auch hoffen dürfen, gründlicher als die bisherige Psychologie das seelische Material nachweisen zu können, aus dem die poetischen Meisterwerke geformt wurden, wenn wir es auch versuchen dürfen, den Wegen dieser Umformung, den Mechanismen der dichterischen Produktion nachzuforschen, eines wird uns doch voraussichtlich immer unfaßbar bleiben: das Maß der geistigen Kraft, die dazu nötig war, den Widerstand der Materie völlig zu überwinden und in scheinbar schrankenloser geistiger Freiheit zu schaffen.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.