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Reik, T. (1913). II. »Von der Kinderseele«. Imago, 2(1):89-93.

(1913). Imago, 2(1):89-93

II. »Von der Kinderseele«

Theodor Reik

Gertrud Bäumer und Lily Droescher haben gemeinsam dieses Buch verfaßt, das für jeden, der für das Seelenleben des Kindes Interesse hat, eine reiche Fundgrube darstellt. Es ist in erster Linie eine Sammlung von dichterischen und biographischen Beiträgen zur Kinderpsychologie und dient vornehmlich pädagogischen Zwecken. Die angeführten Beispiele wirken auch gewiß für den Lehrer stärker als viele abstrakte Gesetze, welche die wissenschaftliche Psychologie formulierte. Der Wert des Buches wird kaum in dem, was es bringt beruhen, sondern in dem, was es anregt und fordert: in der angewandten Seelenkunde. Es stellt in musterhafter Gruppierung viele Beispiele des kindlichen Seelenlebens zusammen. Man vermißt manches Wertvolle 〈Geyerstams Romane, Flauberts »Madame Bovary«, George Sands Selbstbiographie und »Le livre de mon ami« von Anatole Françe beispielsweise〉, doch man staunt über den Reichtum des Werkes.

Es wäre angezeigt gewesen, wenn die Autorinnen statt dürftige und unzulängliche Anmerkungen anzubringen, die Mühe nicht gescheut hätten, an diesen Beispielen selbst die Kunst der Seelendeutung anzuwenden, das Typische aus allen diesen individuellen Zügen herauszuholen. Die kurzen Anmerkungen am Schlüsse des Bandes geben fast nur das Oberflächliche der Erklärung: das Triebleben des Kindes wird in seinem ganzen Umfang und seiner Tiefe nicht gewürdigt, zu dem Verhältnis von Kindern und Eltern wird nur das Alltägliche bemerkt; der Eindruck des Todes, die Bildung der Begriffe, das Entstehen der Gottesvorstellung bieten Gelegenheit genug, tiefer zu den verborgenen Gängen der Kinderseele hinabzusteigen.

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