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Reik, T. (1913). Die »Allmacht der Gedanken« bei Arthur Schnitzler. Imago, 2(3):319-335.

(1913). Imago, 2(3):319-335

Die »Allmacht der Gedanken« bei Arthur Schnitzler

Theodor Reik

»Wir müssen einen Dolch blitzen sehen, um zu begreifen, daß ein Mord geschehen ist.«

»Der Weg ins Freie.«

Es gibt eine Regel der Traumdeutung, welche sagt, daß das anscheinend Nebensächliche, das Detail des manifesten Trauminhaltes für die Aufdeckung der latenten Traumgedanken von eminenter Bedeutung ist. Ja, es kommt häufig genug vor, daß gerade von einem solchen, vom Träumer höchst unwichtig genommenen Detail die Traumdeutung ausgeht. In diesem Sinne läßt sich das Swiftsche »Vive la bagatelle!« rechtfertigen.

Bei der weitgehenden Verwandtschaft von Traum und Dichtung läßt sich vermuten, daß auch bei der Analyse eines poetischen Werkes von solchen Details, die sich oft als Episoden oder Motive bescheiden geben und denen der Zuhörer oder Leser nur wenig Aufmerksamkeit im Verhältnis zur Haupthandlung schenkt, helleres Licht auf das Ganze fallen wird. So wird die Röntgenisierung eines kranken Organismus den Arzt auf eine bisher unbeachtete Stelle aufmerksam machen, von wo die Schmerzen irradüeren.

Es soll hier ein Weg eingeschlagen werden, der in der Psychoanalyse oft zum Siege geführt hat: wir wollen kleine Motive prüfen und vergleichen, um sie zur psychoanalytischen Aufklärung des Ganzen zu verwenden. Ich möchte an einem Beispiel zeigen wie ich das meine. Die kleine Episode Dr. Rank in Ibsens »Nora« wird sicherlich zur Deutung der »Gespenster« desselben Dichters viel beitragen können.

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