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Klette, W. (1913). VI. Alfred Macfiard: »Les Cent Gosses.« 〈Paris 1912, Mercure de France.〉. Imago, 2(5):525-527.

(1913). Imago, 2(5):525-527

VI. Alfred Macfiard: »Les Cent Gosses.« 〈Paris 1912, Mercure de France.〉

Werner Klette

»Die hundert Gören.«

Von einem Buche soll hier berichtet werden, das ein Freund der Kinder für Leute geschrieben hat, die mehr Sinn für Wahrheit, Lebendigkeit und Humor haben, als für Rührseligkeit, Beschönigung und Zimperlichkeit. Vielversprechend ist es gewidmet »den echten Pariser Gören, den kleinen, dreckigen, rotznäsigen, ins Bett pissenden, in Brüderlichkeit«. Versuchen wir, da das französische Werk kaum übersetzbar ist, das pädagogisch, sozial und menschlich Wichtigste dieses ehrlichen Buches dem deutschen Leser nahe zu bringen.

Ein gutes Dutzend kleiner Episoden und zwei größere Geschichten, die bezeichnenderweise fast ausnahmslos im Präsens erzählt sind, führen uns die Leiden und Freuden der Kinder vor, die in der Nähe der äußeren Boulevards und der Festungsgräben spielen, raufen, entzückend naiv und teuflisch grausam sind, in denen wohl auch die ersten Regungen der Pubertät spuken. Da ist in erster Linie ein gewisser Trique, der den Mädchen keine Ruhe läßt und das im einzigen Zimmer der Familie den Eltern Abgelauschte nachzumachen sucht, ehe die Natur es ihm vergönnt. Und warum können wir ihm nicht böse sein, wenn er den unschuldigen Hund seines »Feindes« umbringt, eine Henne bei lebendigem Leibe rupft, einem Mädchen zwei Sous raubt, um Karussel fahren zu können … warum? Weil Alfred Machard ein ganz großer Künstler ist und durch winzige sympathische, naive Züge immer wieder den kleinen Lausejungen uns lieb macht. Auch in die Seelen der kleinen Mädchen dürfen wir wundervolle Einblicke tun, mütterliche Regungen ahnen, ohne daß jemals die Schilderung süßlich und sentimental wird. Statt vieler Worte ein Beispiel, das der besten Episode des Buches entnommen ist und von der Rache der Mädchen an Trique berichtet, der ihnen in den düsteren Vorstadtgassen auf lauert. Kriegslustig ziehen diese kleinen Dinger, »Die letzten Amazonen«, ins Feld.

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