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Reik, T. (1913). Psychoanalytische Bemerkungen über den zynischen Witz. Imago, 2(6):573-588.

(1913). Imago, 2(6):573-588

Psychoanalytische Bemerkungen über den zynischen Witz

Theodor Reik

»Ergreift ihn, der das Wort gesprochen, und den, an den's gerichtet war.«

Die folgenden Bemerkungen beanspruchen nicht, das Problem des zynischen Witzes zu lösen, sondern sie wollen nur einige Charakteristika dieser Witzesart hervorheben. Professor Freud reiht den zynischen Witz in den tendenziösen ein. Als sein Spezifisches Merkmal werden besonders seine Angriffsobjekte hervorgehoben: »Institutionen oder Personen, sofern sie Träger derselben sind, Satzungen der Moral oder Religion, Lebensanschauungen, die ein solches Ansehen genießen, daß der Einspruch gegen sie nicht anders als in der Maske des Witzes, und zwar eines durch seine Fassade gedeckten Witzes auftreten kann.« Wir haben nun schon ein bedeutsames Kennzeichen des zynischen Witzes: er richtet sich gegen etwas allgemeines. Unter seinen Objekten kommt besonders die Ehe in Betracht. Er vertritt im allgemeinen die Lebenslust des Individuums gegen einschränkende Mächte. Der zynische Witz fügt sich den seelischen Mechanismen ein, die Freud als diejenigen, welche bei der Psychogenese des Witzes überhaupt wirksam sind, aufgedeckt hat: auch hier wird ein vorbewußter Gedanke für einen Augenblick der unbewußten Behandlung überlassen und dann durch das Bewußtsein erfaßt.

Ein kleines Witzbeispiel soll uns helfen, den zynischen Witz vom naiven abzugrenzen.

Eine Gouvernante erzählt ihrem kleinen Zögling: »Denk dir einmal, Franzi, wie ich gestern so spät abends von dir weggehe, steht beim Hause ein verdächtig aussehender Mann.

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