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Spielrein, S. (1913). Die Schwiegermutter. Imago, 2(6):589-592.

(1913). Imago, 2(6):589-592

Die Schwiegermutter

S. Spielrein

Es ist eine der traurigsten Tatsachen und zugleich eine der interessanten psychologischen Probleme das Problem der Schwiegermama. Im Artikel Inzestscheu bei Wilden und Neurotikern weist Freud darauf hin, daß auch bei Wilden Widerstände der Schwiegermutter gegenüber vorhanden sind, welche eine Reihe von Vorsichtsmaßregeln im Verhältnis zu ihr geschaffen haben. Einen Teil der Widerstände führt Freud darauf zurück, daß die Schwiegermama, als ältere, den Tochtersmann an das baldige Altern seiner jungen Frau mahnt. Die Schwiegermama ist aber durchaus nicht immer die alte häßliche Frau, wie sie mit Vorliebe der Volksmund darstellt. Namentlich in der modernen Welt sind es oft blühende fesche Frauen, die von vielen Männern begehrt werden. Sie scheinen keine Mütter, sondern ältere Schwestern ihrer Töchter zu sein. Manche sind soweit rüstig und herrschsüchtig, daß sie bei dem jungen Ehepaar wie einst bei eigenen Kindern regieren wollen, sie mischen sich in alles ein, fordern Gehorsam und fallen dadurch namentlich dem Schwiegersohn zur Last, aber auch diese Fälle werden in der Minderheit bleiben.

Vor allem: warum hört man so vieles von bösen Schwiegermüttern und verhältnismäßig so wenig von bösen Schwiegervätern? Diese Frage ist in erster Linie aus der Kenntnis der weiblichen Psychologie zu beantworten: die Frau hat viel weniger Möglichkeit, ihre persönlichen Wünsche in der Wirklichkeit zu erleben.

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