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Rank, O. (1913). Totemismus Im Märchen. Imago, 2(6):594-596.

(1913). Imago, 2(6):594-596

Totemismus Im Märchen

Review by:
O. Rank

In der Abhandlung über die infantile Wiederkehr des Totemismus 〈»Imago« II, 1913, S. 257 ff.〉 hat Freud unterlassen, die zahlreichen und bedeutsamen Probleme, die sich an den Totemismus knüpfen und durch seine analytische Auffassung in ein neues Licht gerückt wurden, auf die einzelnen Spezialgebiete zu verfolgen. Wer die Bedeutung der totemistischen Weltanschauung für die Entwicklung des menschlichen Kultur- und Geisteslebens lebens ahnt, kann den weitreichenden und nachhaltigen Einfluß dieses primitiven Systems ermessen und wird sich nicht wundern, Spuren davon in den verschiedensten, bis in unsere Zeit lebendiggebliebenen Überlieferungen zu finden. Zu diesen gehört überraschenderweise auch das Märchen, das — wie schon Wundt gezeigt hatte — durch Berücksichtigung totemistischer Ideen viel an Verständnis und Schätzung gewinnt.

Es ist darum im höchsten Grade erfreulich, wenn in einer kürzlich erschienenen Neuausgabe der Grimmschen Märche, die sich durch einfach geschmackvolle Ausstattung und Wohlfeilheit weiten Kreisen empfiehlt, das Nachwort des Herausgebers, Paul Ernst, mit Nachdruck auf die Bedeutsamkeit des Totemismus für die Märchenbildung verweist.

Er zeigt in scharfsinniger Weise, wie sich in der Entwicklung von Mythen, Sagen, Märchen, Novellen und Aberglauben immer derselbe Prozeß wiederholt: »ein durch die Wirklichkeitserfahrung unlösbares Problem wird durch eine erfundene, rationalisierende Geschichte gelöst.

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