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Reik, T. (1914). III. Die kindliche Gottesvorstellung. Imago, 3(1):93.

(1914). Imago, 3(1):93

III. Die kindliche Gottesvorstellung

Theodor Reik

Max weiß von seinem Gotte als besonderes Merkmal nur hervorzuheben, daß er »heilig« ist. Eine nähere Erkundigung ergibt, daß seine Vorstellung von heilig mit der unseren nicht völlig übereinstimmt. Denn heilig leitet er von den Heiligen ab, die er einmal auf Bildern gesehen hat. Dabei ist ihm besonders der ernste, oft düstere Gesichtsausdruck der Heiligen aufgefallen. Heilig heißt für ihn, wie er erklärt, soviel wie traurig. Als Max alle anderen Gott zugeschriebenen Attribute erfahren hat, beginnt bei ihm die Skepsis und er wünscht unausgesetzt Aufklärungen: wenn man von Gott etwas wünscht, muß man zu ihm beten; aber kennt denn Gott alle Sprachen? Gott hat alle Menschen geschaffen, aber wer hat denn ihn selbst gemacht? Da Max keine befriedigende Antwort auf diese Frage erhält, erklärt er: »Ah, ich weiß schon: Adam und Eva.« Max kommt, wie man sieht, der Wahrheit ziemlich nahe.

Dr. Theodor Reik.

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