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Reik, T. (1914). Eine Urweltdichtung. Imago, 3(3):305-307.

(1914). Imago, 3(3):305-307

Eine Urweltdichtung

Review by:
Theodor Reik

Johannes V. Jensen hat vor nicht allzulanger Zeit einen mythischen Roman »Der Gletscher« veröffentlicht, in welchem das allmähliche Entstehen der Kultur durch die Not geschildert wird. Fritz Wittels gibt uns nun einen phantastischen Urweltroman, der sich zu der Jen senschen Konzeption in bewußten Gegensatz stellt. »Alles um Liebe« ist sein Titel und in seinem Verlaufe wird dargestellt und oft ausdrücklich ausgesprochen, daß sich alles um Liebe drehe. Der Psychoanalytiker ist gewiß dem Verdachte, den stärksten Anteil an der Kulturentwicklung anderen Kräften als den libidinösen zuzuschreiben, nicht ausgesetzt; dennoch wird er es als übertrieben erkennen müssen, wenn Wittels den egoistischen Regungen gar keinen Raum gönnt. Der bedeutsame Einfluß der Gefühle gegen den Vater, welche vielleicht zu den ersten Organisationen und Institutionen des Kulturlebens führten, wird nur in der ersten Hälfte seiner Konzeption von Wittels gewürdigt; hier freilich in einer Hypothese, welche der von Freud aufgestellten Geschichte der Urhorde sehr nahe kommt. Auch bei Wittels steht der Vatermord an der Spitze, ohne daß aber seine inzestuöse Motivierung ausgeführt würde. Der zwischen Affe und Mensch stehende Gru wird von seinen Söhnen ermordet. Diese Tat hat aber keine anderen Folgen, als daß die Söhne nun in die Welt ziehen, und jeder sein Schicksal erlebt, ohne weitere Verbindung mit seinen Geschwistern.

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