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Brill, A.A. (1914). Die Psychopathologie der neuen Tänze. Imago, 3(4):401-408.

(1914). Imago, 3(4):401-408

Die Psychopathologie der neuen Tänze

A. A. Brill

Chef der psychiatrischen Klinik und klinischer Assistent am neurologischen Institut der Columbia Universität.

Da die augenblicklich herrschende Tanzmanie von Individuum auf Individuum übertragen worden ist und sich immer mehr ausbreitet, sind wir berechtigt, von einer psychischen Epidemie zu sprechen. Solche psychische Epidemien sind wohlbekannte Vor-kommnisse und treten häufig im Lauf der Geschichte auf. Für den Psychiater bedürfen sie keiner weiteren Erklärung. Wir haben alle Fälle von Folie à deux beobachtet und können daher leicht verstehen, wie solche psychische Vorgänge von einem Individuum auf das andere übertragen werden können, bis ein Ort, bis ein ganzes Land davon ergriffen ist.

Man denke z. B. an die verschiedenen Kreuzzüge ins Heilige Land und andere ähnliche religiöse und weltliche Bewegungen. Auch unsere heutige Tanzepidemie ist in der Geschichte nicht neu. Vor Jahrhunderten schon brachen in den verschiedenen Ländern Tanzmanien aus, und wenn sie auch nicht so verbreitet waren wie die heutige, so erregten sie doch ebensoviel, wenn nicht mehr Aufsehen. Und doch scheinen zwischen den alten Tanzmanien und der jetzigen Unterschiede zu bestehen. Erstens hatten die meisten alten Epidemien einen religiösen Hintergrund. Man tanzte zur Ehre Gottes. Als Beispiele von wichtigeren Tanzepidemien will ich die von Aachen «1374» und Straßburg «1518» erwähnen.

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