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Sachs, H. (1914). Das Thema »Tod«. Imago, 3(5):456-461.

(1914). Imago, 3(5):456-461

Das Thema »Tod«

Hanns Sachs

Der Poesie so wenig wie der Religion ist die Vorstellung des Todes je fremd geblieben. Sie hat den Auflöser aller Verwicklungen und Knoten, der Bestrafer und Beseliger zugleich ist, den Zielpunkt, von dem aus ein Lichtstrahl selbst auf das ärmlichste Dasein zurückfällt, nie entbehren können. Doch hat Thomas Mann in seiner Novelle »Der Tod in Venedig« von dem uralten Vorwurf einen neuartigen Gebrauch gemacht, der ihn wohl dazu berechtigt, seinen Namen als Titel voranzustellen, als wäre er der Held seiner Erzählung.

Dieses Neue liegt in zwei Besonderheiten des Werkes, die sich gegenseitig bedingen. Die eine, daß der Tod nicht nur als thematischer Endpunkt erscheint, bei dem anlangend das Farbenspiel des Lebens erlischt, sondern als Thema selbst, das wie ein anderes gleich zu Beginn, nach kurzer Einleitung auftritt, dann kunstvoll durch alle seine Formen und Möglichkeiten hindurch variiert und entwickelt, mit einem Gegenthema verschlungen und zum Schluß zu seiner mächtigsten Entfaltung gesteigert wird. Zweitens, daß der Tod darin gestaltet auftritt und seine Rolle spielt — der Tod, nicht das Sterben; er gibt nicht nur den Grundton der Stimmung an, die über das ganze Werk ausgegossen ist, sondern verkörpert sich auch in einer Reihe von Figuren, die halb schattenhaft, halb wirklich durch die Erzählung gleiten und mit denen der Held nacheinander in Beziehung tritt.

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