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Reik, T. (1914). SCHNITZLER, »Frau Beate und ihr Sohn« 〈S. Fischers Verlag, Berlin 1913〉. Imago, 3(6):537-539.

(1914). Imago, 3(6):537-539

SCHNITZLER, »Frau Beate und ihr Sohn« 〈S. Fischers Verlag, Berlin 1913〉

Review by:
Theodor Reik

Wenn ein Künstler vom Range Arthur Schnitzlers die Beziehungen von Mutter und Sohn in den Mittelpunkt eines Werkes stellt, dürfen auch die Psychologen erwarten, in der Lektüre manches zu finden, was ihr Interesse in hohem Grade fesseln muß. Denn die Psychologie hat seit jeher erkannt, daß ihr die Dichtung in ihrer intuitiven Seelenkenntnis vorausgeeilt ist.

Die verborgenen Beziehungen dieses jüngsten Werkes Schnitzlers zu früheren Dichtungen können hier nicht dargestellt werden; doch sei darauf hingewiesen, daß die Bedeutung des Inzestmotivs auch in den vorangehenden Werken deutlich erkennbar war. Doch erst in diesem Buche tritt sie, von der psychologischen Darstellungskunst Schnitzlers getragen, auch an die Bewußtseinsfläche des Lesers. Das »erregende Moment« der Novelle liegt darin, daß der Sohn Beatens den Reizen einer alternden Kokotte zu unterliegen droht. Fortunata, die von ihm begehrte Frau, ist als dirnen haft geradezu bezeichnet worden. Doch auch die Mutter Hugos wird sich bewußt, daß nur ihre Ehe es war, welche sie vor einem abenteuerlichen Dasein in wilden Gelüsten bewahrte. Diese längst vergessenen Regungen erwachen nun wieder, da sie die Gewißheit erlangt, daß ihr Sohn eine andere Frau liebt. Ist sie nicht jünger als jene Fortunata und wird nicht auch sie noch begehrt? Sinnliche Begier steigt quälend und beseligend zugleich in ihr auf und da der gleichaltrige Freund ihres Sohnes, Fritz, ihr seine Liebe gesteht, zieht sie ihn mit verlangenden Armen an sich.

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