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Kaplan, L. (1915). Der tragische Held und der Verbrecher. Imago, 4(2):96-124.

(1915). Imago, 4(2):96-124

Der tragische Held und der Verbrecher

Leo Kaplan

Ein Beitrag zur Psychologie des Tragischen von LEO KAPLAN.

Das Schuldbewußtsein und die Strafe. — Orestes. — Marmeladow. — Raskolnikow. — Brynhild. — Der Sündenbock.

»Der Verbrecher ist häufig genug seiner Tat nicht gewachsen: er verkleinert und verleumdet sie.« Nietzsche. Jenseits von Gut und Böse. Aphor. 109.

»Wer über einen Menschen das Urteil spricht, hat es über sich gesprochen.«

Chassidischer Spruch.

Das Schuldbewußtsein und die Strafe

In einer früheren Arbeit: »Zur Psychologie des Tragischen« habe ich eine Parallele gezogen zwischen dem tragischen Helden und dem Verbrecher. Der Gedanke war dort folgendermaßen ausgesprochen: »Der tragische Held verletzt die durch den Willen der Allgemeinheit der Individualpsyche suggerierte Nor… Der tragische Held kann somit als der Verbrecher betrachtet werden; seine Leiden bedeuten dann die Wiederherstellung der verletzten Nor… — die eindringlichste Wiederholung des ‚sozial-ethischen Unwerturteils’ über die ‚böse’ Tat. Auch umgekehrt ist der wirkliche Verbrecher der Repräsentant des ‚Bösen’, das tief in unserem Unbewußten schlummert. Wie der tragische Held muß er Leiden auf sich nehmen, er muß bestraft werden: das fordert unser Rechtsbewußtsein.« Die tragische Verwicklung setzt somit das Schuldbewußtsein — das Gewissen — voraus.

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