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Ferenczi, S. (1921). c) Deutsche: GEORG GRODDECK: Der Seelensucher. Ein psychoanalytischer Roman. 〈Internationaler Psychoanalytischer Verlag. Leipzig und Wien 1921.〉. Imago, 7(3):356-359.

(1921). Imago, 7(3):356-359

c) Deutsche: GEORG GRODDECK: Der Seelensucher. Ein psychoanalytischer Roman. 〈Internationaler Psychoanalytischer Verlag. Leipzig und Wien 1921.〉

Review by:
S. Ferenczi

Groddecks Name dürfte aus der deutschen Literatur vielen bekannt sein als der eines temperamentvollen Arztes, dem der wissenschaftliche Dünkel so vieler Gelehrten stets ein Greuel war und den, gleichwie der ihm wesensverwandte Schweninger, Menschen und Dinge, Krankheiten und Heilungsvorgänge mit eigenen Augen besah, mit den eigenen Worten beschrieb und sich nicht in das Prokrustesbett einer konventionellen Terminologie zwängen ließ. Manche seiner Aufsätze schienen gewissen Thesen der Psychoanalyse zu ähneln, doch wandte sich ihr Autor anfangs auch gegen die Freudsche, wie gegen jede Schule überhaupt. Sein Wahrheits-fanatismus erwies sich aber schließlich noch stärker, als das Hassen jeder schulmäßigen Gelehrsamkeit: er bekannte öffentlich, daß er gefehlt hatte, als er gegen den Schöpfer der Psychoanalyse loszog und — was noch ungewöhnlicher ist — er entlarvte coram publico sein eigenes Unbewußtes, in dem er die Tendenz nachwies, ihn aus purem Neid in die Gegnerschaft zu Freud gedrängt zu haben. Man darf sich nicht wundern, daß Groddeck, auch nachdem er sich zur Psychoanalyse bekannte, nicht die gewohnte Bahn eines normalen Freud-Schülers, sondern auch hier eigene Wege ging. Für die psychischen Krankheiten, das eigentliche Gebiet analytischer Forschung, hatte er überhaupt wenig Interesse übrig; sogar die Worte »Psyche« und »psychisch« klangen seinem monistisch gestimmten Ohre falsch. Er dachte ganz konsequent, daß, wenn er mit seinem Monismus recht hat und wenn die Lehren der Psychoanalyse richtig sind, letztere auch auf organischem Gebiete zu recht bestehen müssen. Mit keckem Mute wandte er also die analytischen Waffen gegen die organischen Krankheiten und berichtete bald von Krankheitsgeschichten die seine Annahmen merkwürdig bestätigten. Er erkannte in vielen Fällen schwerer körperlicher Erkrankung das Walten unbewußter Absichten, die nach ihm in der Verursachung von Leiden überhaupt eine hervorragende Rolle spielen.

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