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Pfister, O. (1922). Die primären Gefühle als Bedingungen der höchsten Geistesfunktionen. Imago, 8(1):46-53.

(1922). Imago, 8(1):46-53

Die primären Gefühle als Bedingungen der höchsten Geistesfunktionen

O. Pfister

Unter Sublimierung versteht Freud den Vorgang, in welchem »die Sexualbestrebung ihr auf Partiallust oder Fortpflanzungslust gerichtetes Ziel aufgibt und ein anderes annimmt, welches genetisch mit dem aufgegebenen zusammenhängt, aber selbst nicht mehr sexuell, sondern sozial genannt werden muß«. Hiezu gesellt sich in einer früheren Behandlung desselben Gegenstandes der Satz: »Eine frühzeitig vorgefallene Verdrängung schließt die Sublimierung des verdrängten Triebes aus, nach Aufhebung der Verdrängung ist der Weg zur Sublimierung wieder frei«.

Gegen diese letztere These erhob sich reger Widerspruch. Die Verachtung, mit clor die Gegner der Psychoanalyse dem Sexualleben gegenüberstehen, ließ es als Pflicht und verdienstliches Werk erscheinen, die Abhängigkeit der höchsten Geistesprodukte von den primären Regungen leidenschaftlich zu bekämpfen. Wie ekelhaft wäre doch der Gedanke, daß selbst Religion, Freundschaft, Kunstgenuß durch sexuelle Einschläge besudelt wären! Dabei verkannte man Freuds Ansicht, als hätte er behauptet, die höchsten sozialen Leistungen wären nichts anderes als umgemodelte Sexualität, so daß sie aus dieser allein restlos zu erklären seien! Nicht nur die Anhänger jener Ethik, welche die mortificatio carnis als Bedingung vollkommener Frömmigkeit betrachtet, sondern auch religionslose Leute, die auf Anstand und Sitte hielten, liefen gegen Freuds Sublimierungstheorie Sturm, wobei sie ihre Waffen nicht der Rüstkammer wissenschaftlicher Erfahrung, sondern der Esse ihres sittlichen Bewußtseins entnahmen.

Das

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