Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To see statistics of the Most Popular Journal Articles on PEP-Web…

PEP-Web Tip of the Day

Statistics of the Most Popular Journal Articles on PEP-Web can be reviewed at any time. Just click the “See full statistics” link located at the end of the Most Popular Journal Articles list in the PEP Section.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Wolffheim, N. (1926). Zur Psychologie des modernen Erziehers. Imago, 12(1):88-91.

(1926). Imago, 12(1):88-91

Zur Psychologie des modernen Erziehers

Nelly Wolffheim

Die Stellung des modernen Erziehers zum Kinde hat sich von Grund auf geändert. Bei der alten Erziehung — die ja heute noch die vielfach anerkannte ist — ist der Erzieher der Beherrscher des Kindes. Er befiehlt, es hat zu folgen. Er führt, es soll sich führen lassen. Der Erzieher nimmt dabei das Kind als „kleinen Erwachsenen“, den man allmählich den Maßen des wirklich Erwachsenen angleichen müsse. Nicht etwa das Kind gleicht sich an, aus sich heraus, aus selbstverständlichem Werden, sondern es wird angeglichen, geformt — erzogen.

Der moderne Erzieher setzt vor allem Zweifel vor die Frage, ob das Kind überhaupt erziehbar, d. h. durch direkte, bewußt ausgeführte Erziehungsmaßnahmen beeinflußbar sei. Die Achtung vor der Persönlichkeit steht neben diesem Zweifel; sie verhindert, daß der Erzieher in die Entwicklung des Kindes eingreift und es hemmt, wo keine wesentlichen Notwendigkeiten dafür vorliegen. Nicht Führer will der moderne Erzieher sein, sondern Schützer und Berater — doch auch hiebei ist er zurückhaltend, und nach Möglichkeit sucht er seine Aktivität dem Kinde gegenüber zurückzudrängen.

Aus der veränderten Einstellung des Erziehers zum Kinde ergeben sich für ihn selbst seelische Schwierigkeiten, die nicht unbeachtet bleiben dürfen. Bei der Berufswahl schon sollte man das Augenmerk auf sie richten.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.