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Binswanger, L. (1926). Erfahren, Verstehen, Deuten in der Psychoanalyse. Imago, 12(2-3):223-237.

(1926). Imago, 12(2-3):223-237

Erfahren, Verstehen, Deuten in der Psychoanalyse

Ludwig Binswanger

Goethe spricht einmal aus, daß dem Einzelnen zwar die Freiheit bleiben solle, sich mit dem zu beschäftigen, was ihn anzieht, was ihm Freude macht, was ihm nützlich deucht, daß aber das eigentliche Studium der Menschheit der Mensch sei. Suchen wir nach einer näheren Bestimmung dieses Studiums, so bietet sich uns dafür ein Ausdruck dar, der gerade seit Goethe, wenn auch nicht durch ihn, in der deutschen Geistesgeschichte heimisch geworden ist. Philosophen wie Schleiermacher, Dilthey, Simmel, Rickert, Philologen wie Böckh, Historiker wie Droysen, Soziologen wie Max Weber haben das mit diesem Ausdruck Gemeinte von den verschiedensten Seiten, zu den verschiedensten Zwecken und mit den verschiedensten Methoden untersucht. Sie alle sprechen vom „Verstehen“ als einem Grundproblem des Studiums des Menschen und seiner Werke. Erst spät ist dieser Ausdruck und sein Problemgehalt in diejenige Wissenschaft eingedrungen, die, so sollte man meinen, sich seiner zuerst hätte bemächtigen müssen, in die Psychologie. Auch heute noch untersuchen die Wenigsten das Verstehen rein im Hinblick auf die empirische Psychologie; jedoch haben nach dem ersten epochemachenden Anstoß von Dilthey Forscher wie Spranger, Jaspers, Scheler, Edith Stein, Häberlin und ich selbst sich darum bemüht, die Rolle des Verstehens in der Psychologie näher zu bestimmen, ohne jedoch zu übereinstimmenden Meinungen und Resultaten zu gelangen.

Es

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