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Friedjung, J.K. (1926). Psychoanalyse und Kinderheilkunde. Imago, 12(2-3):361-364.

(1926). Imago, 12(2-3):361-364

Psychoanalyse und Kinderheilkunde

Josef K. Friedjung

Vor nun reichlich sechzehn Jahren war es mir gestattet, vor Professor Freud und seinen Schülern an der zu historischer Berühmtheit gelangten ersten Stätte ihrer regelmäßigen Zusammenkünfte einen Antrittsvortrag zu halten. Meine Ausführungen galten der Frage: „Was kann die Kinderheilkunde von der psychoanalytischen Forschung erwarten?“ Es war der Niederschlag zahlreicher schmerzlicher Erfahrungen, wenn ich von der Unzulänglichkeit des pädiatrischen Unterrichtes, von unserer Hilflosigkeit vor vielen Kindern und ihren krankhaften Erscheinungen sprach; und es war ein Stück starker Zuversicht, daß ich gerade von der psychoanalytischen Forschung hier Hilfe erhoffte. Gab sie mir doch das Rüstzeug zum Verständnis so vieler Klippen und Schwierigkeiten, zur Lösung so vieler Rätsel. Und es ist ein berechtigter Wunsch, sich nun, nach so vielen Jahren, Rechenschaft zu geben über das Ausmaß, in dem meine Erwartungen eingetroffen sind. So schwer auch die Kinderärzte für die Grundlagen der Lehren Freuds zu gewinnen sind, — es darf doch festgestellt werden, daß das Lehrgebäude der Kinderheilkunde, wenn auch mit zögernder Zustimmung, einen wichtigen Zubau erfahren hat, daß viele vorher unbekannte oder dunkle Tatbestände, die erst die Psychoanalyse verständlich machte, in das allgemeine Bewußtsein der Kinderärzte eingegangen sind.

Schon die Stellung des Kindes innerhalb der Familie und Gesellschaft haben wir mit neuen Augen schauen gelernt: Die traditionelle Vorstellung von der Familienidylle ist klareren Einsichten gewichen, die triebhaft bestimmten und gefärbten Beziehungen von Eltern, Kindern, Geschwistern und anderen Hausgenossen haben uns vieles begreifen, aber auch verhüten gelehrt.

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