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Deutsch, H. (1928). Ein Frauenschicksal: George Sand: Öffentlicher Vortrag, gehalten am 16. März 1928 im Großen Saal des Ingenieur- u. Architektenvereines in Wien. Imago, 14(2-3):334-357.

(1928). Imago, 14(2-3):334-357

Ein Frauenschicksal: George Sand: Öffentlicher Vortrag, gehalten am 16. März 1928 im Großen Saal des Ingenieur- u. Architektenvereines in Wien

Helene Deutsch

Meine Damen und Herren! Was an George Sand unsterblich werden sollte — die etwa hundert Bände ihrer Schriften — scheint mir bereits dem Tode geweiht zu sein. Das Sterblichste am Menschen: sein persönliches Schicksal, gelangt zur Unsterblichkeit dort, wo es sich aus dem Individuellen zum allgemein Menschlichen erhebt. Ich will Ihnen an George Sand — wie an einem Phantom neben dem rein Persönlichen die typischen Schicksale des weiblichen Seelenlebens analytisch beleuchten.

Männer pflegen zu sagen, die Frauen seien rätselhaft, geheimnisvoll, jede im Grunde eine Sphinx, Enigma. Kant meinte bekanntlich: die Frau verrät ihr Geheimnis nicht. Der naiven Vorstellung erscheint die Sache so, als würden wir Frauen alle Etwas von uns wissen; die eine flüstert es leise der anderen ins Ohr, die Mutter vererbt es ihrer Tochter, kurz, die Frauen bilden untereinander einen stillen Geheimbund.

Ich glaube, eines stimmt an diesem Eindruck: die Frauen sind wirklich rätselhaft und geheimnisvoll. Es stimmt auch, daß sie ihr Geheimnis nicht verraten. Aber sie verraten es deshalb nicht, weil sie es selbst nicht kennen; das Geheimnisvolle an ihnen ist eben, daß ihnen ihr eigenes Selbst verborgener, unbewußter ist. Was den Mann im Leben leitet — oder leiten soll und seinen Persönlichkeitswert bedeutet, ist die bewußte Beherrschung seiner Beziehung zur Realität, die mehr intellektuelle Auffassung des Daseins und die verstandesmäßige Lösung der Lebensaufgaben.

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