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Gerö (1928). Lewin, Kurt: Vorsatz, Wille und Bedürfnis. Mit Vorbemerkungen über die psychischen Kräfte und Energien und die Struktur der Seele. Springer, Berlin 1926.. Imago, 14(2-3):389-394.

(1928). Imago, 14(2-3):389-394

Lewin, Kurt: Vorsatz, Wille und Bedürfnis. Mit Vorbemerkungen über die psychischen Kräfte und Energien und die Struktur der Seele. Springer, Berlin 1926.

Review by:
Gerö

Es ist bekannt, daß die experimentelle Psychologie, die in der letzten Zeit, namentlich in Deutschland, einen großen Aufschwung genommen hat, in den Fragen der Trieb- und Affektpsychologie bis jetzt versagte. Ob diese Unfruchtbarkeit in den der Methode gezogenen engen Grenzen begründet ist oder ob nicht vielmehr bloß die Einstellung der Forscher daran Schuld trägt, soll hier nicht erörtert werden.

Die vorliegende Arbeit Lewins scheint jedenfalls den Beweis zu erbringen, daß auch durch die experimentelle Methode Material zutage gefördert werden kann, welches bei richtiger theoretischer Deutung die Arbeit an den wesentlichen Problemen ermöglicht. Freilich darf man die Vorzüge — oder die Mängel — eines Forschers nicht mit den Vorzügen — oder Mängeln — einer Methode gleichsetzen. Aber auch prinzipiell spricht die Schrift Lewins dafür, daß das weite und so wichtige Gebiet der Triebpsychologie dem Experiment zugänglich ist.

Vor der Behandlung der eigentlich willens- und triebpsychologischen Fragen weist Lewin auf ein Problem der psychologischen Begriffsbildung hin, das gerade heute in der Psychologie (und in der Psychiatrie) besonders aktuell ist, nämlich auf den Unterschied zwischen phänomenologischer und konditionalgenetischer Begriffsbildung. „Bei Fragen des Entstehens und Vergehens, der Ursachen und Bedingungen und des sonstigen realen Zusammenhanges erweisen sich … die psychischen Komplexe und Geschehnisse als nicht hinreichend durch ihre phänomenalen Eigentümlichkeiten bestimmt … Hier gibt es Fälle enger, phänomenaler Verwandtschaft zwischen Gebilden, die auf recht verschiedenem Boden und nach recht verschiedenen Gesetzmäßigkeiten erwachsen sein könnten“ (S. 19). Ein Beispiel aus der Willenspsychologie: Krampfhafte Willensakte können eine geringere Durchschlagskraft, kausaldynamisch ein geringeres Gewicht haben als erlebnismäßig schwache Vorsätze oder gar Erlebnisse, die phänomenologisch als „bloße Gedanken“ auftreten. Ebenso können Verhaltungsweisen, die sich für die Beobachtung phänomenologisch als sehr verwandt geben, dynamisch außerordentlich Verschiedenes bedeuten.

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