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Fenichel (1928). Zulliger, Hans: Gelöste Fesseln. Alwin Huhle, Dresden 1927.. Imago, 14(2-3):414-416.

(1928). Imago, 14(2-3):414-416

Zulliger, Hans: Gelöste Fesseln. Alwin Huhle, Dresden 1927.

Review by:
Fenichel

Der Psychoanalytiker kennt die erfreuliche Arbeit Zulligers bereits aus seinen früheren Publikationen. Das vorliegende Buch stellt sie nochmals an Hand von zahlreichen Beispielen voraussetzungslos dar und man lernt seine Arbeitsmethoden bei der Lektüre neu und tiefer kennen. Das Buch ist für Lehrer ohne jede psychoanalytische Bildung gedacht und erscheint in einer pädagogischen Schriftenreihe „Künftige Ernten“.

Zulliger benutzt bei seiner Tätigkeit als Lehrer in einem Vorort-Dorf von Bern seine tiefe und gründliche Kenntnis der Psychoanalyse — er spricht von einer „ Fruchtbarmachung der Freudsehen Lehren für die Volksschulpädagogik — in zweifacher Hinsicht: Einmal, indem er sein Wissen um das unbewußte Seelenleben der Kinder bei seiner pädagogischen Arbeit — mag diese nun der Charakterbildung oder der Wissensvermittlung oder wem immer dienen — mitbenutzt, dann, indem er richtige kleine Psychoanalysen, Symptomanalysen macht, wenn Unarten, Eigenheiten, Fachhemmungen u. dgl. den Fortschritt eines Kindes hemmen, beides — wie er berichten kann — mit guten Erfolgen. Zulliger schätzt diese beiden Anwendungen der Psychoanalyse so hoch ein, daß er meint: „Die endgültige Auswirkung der Freudschen Lehren ist heute noch nicht überblickbar — möglicherweise nimmt jedoch die Pädagogik aus ihnen den wertvollsten Gewinn, nicht die Medizin“ (S. 222).

Seine pädagogischen Ziele entnimmt Zulliger natürlich nicht der Psychoanalyse, — weder einer Naturwissenschaft noch einer therapeutischen Methode könnten solche Ziele entnommen werden, — doch scheint es, als ob Zulliger selbst sich nicht immer völlig klar darüber wäre, daß auch sein pädagogischer Gegner „psychoanalytisch“ arbeiten könnte.

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