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Fenichel (1928). Kaplan, Leo: Das Problem der plagie und die Psychoanalyse. Eine ethnopsychologische und psychoanalytische Untersuchung. Heidelberg, Merlin-Verlag.. Imago, 14(2-3):418-420.

(1928). Imago, 14(2-3):418-420

Kaplan, Leo: Das Problem der plagie und die Psychoanalyse. Eine ethnopsychologische und psychoanalytische Untersuchung. Heidelberg, Merlin-Verlag.

Review by:
Fenichel

Kaplan gibt in diesem Buche eine deskriptive und theoretische Darstellung des Gesamtgebietes der Magie, die den Psychoanalytiker aus zwei Gründen besonders interessieren muß: Erstens weil er in systematischer Weise über ein Erscheinungsgebiet unterrichtet wird, dessen Kenntnis erst das Verständnis vieler neurotischer Erscheinungen ermöglicht, zweitens, weil die theoretischen Auffassungen des Autors auf psychoanalytischen Lehren fußen. Sie versuchen — nach Darlegung der Unzulänglichkeit der voranalytischen Theorien über die Magie (S. 6 ff.) — Freuds Gedanken folgend das magische Denken aus der „Allmacht der Gedanken“, aus dem Narzißmus der magisch Denkenden abzuleiten. Das magische Denken wird definiert als die Meinung, „das objektive Geschehen könne nach assoziativer Gesetzmäßigkeit vor sich gehen (S. 4). Daß gerade der Narzißt „den Kosmos mit seiner Ichheit besetzt“ und dadurch zu „Verwechslung von Subjektivität und Objektivität“ (S. 9) gelangt, ist plausibel. Nur ist für das Zustandekommen der Magie nach Kaplan außer der narzißtischen Grundlage auch eine „magische Bereitschaft der Umwelt“ nötig. Das heißt in einer Gesellschaft von Narzißten schreibt nicht nur jeder sich selbst Allmacht zu, sondern jeder hält auch jeden anderen für allmächtig: „Die drohende Gebärde des Feindes wurde als wirklicher Schlag empfunden, weil man sich dieselbe Macht zutraute, den Feind durch bloße Wut zu zerschmettern“ (S. 24). Dadurch entwickelte sich die magische Empirie, die nicht allein mit Hilfe der Psychologie des Magiers verständlich gemacht werden kann, sondern nur durch Mitberücksichtigung der Psychologie des magisch Beeinflußten.

Diese Erklärungen gelten für alle Arten der Magie, die dem Leser an Hand eines zahlreichen interessanten ethnologischen, folkloristischen und auch neurotischen Materials vorgeführt werden.

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