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Langer, G. (1928). Zur Funktion der jüdischen Türpfostenrolle. Imago, 14(4):457-468.

(1928). Imago, 14(4):457-468

Zur Funktion der jüdischen Türpfostenrolle

Georg Langer

Die jüdische Türpfostenrolle, Mezuzzah, ist eine kleine Pergamentrolle, auf der nach den alten traditionellen Vorschriften zwei kurze Absätze aus dem Pentateuch geschrieben sind, in denen sich die Worte befinden: „Und schreibe sie (die Bibel verse) auf die Mezuzzoth (Pluralform von mezuzzah) deines Hauses und in deine Tore!“ (Deut. 6, 9 und 11, 20). Die Mezuzzah wird also an jedem Türpfosten — rechts beim Eingang, ein Drittel von oben, in schiefer Lage — befestigt. Auch Frauenwohnungen müssen mit Mezuzzoth versehen sein, obzwar die Frau sonst von den meisten Riten befreit ist. Synagogen brauchen hingegen keine Mezuzzoth, da sie nicht bewohnt sind. Wáhrend des Beischlafes müssen die Mezuzzoth, insofern sie sich innerhalb des Wohnraumes befinden, mit einem Tuch bedeckt werden, doch wird nachdrücklich verlangt, daß die Mezuzzah vor der Tür, d. h. an der Außenseite des Einganges, befestigt wird. Abgebrauchte, fehlerhafte Mezuzzoth werden ähnlich wie die Tephillin (Gebetkapseln) und Gesetzesrollen auf dem Friedhofe begraben. Im allgemeinen sind aber die Vorschriften über Mezuzzoth etwas milder als die über Tephillin und Gesetzesrollen (Näheres im Šulhan Aruk, Joreh Deah II, c. 285-291), da sie eine kleinere Anzahl von Bibelversen enthalten als die Tephillin. Eine vorschriftsmäßig verfertigte Mezuzzah schützt den Hauseingang vor bösen Geistern und vor Sünde.

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