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Gerö (1928). Jocye, James: Jugendbildnis. Rhein Verlag, Basel.. Imago, 14(4):535-536.

(1928). Imago, 14(4):535-536

Jocye, James: Jugendbildnis. Rhein Verlag, Basel.

Review by:
Gerö

Die Selbstbiographie des irischen Dichters, der mit seinem. Roman „Ulysses“ die Aufmerksamkeit der literarischen Welt auf sich zog, ist jetzt auch deutsch erschienen. In diesem Buch wird die Geschichte einer Seele erzählt, die Kämpfe eines jungen Menschen um seine innere Befreiung. Das Stärkste ist vielleicht der Anfang. Wie hier die Angst, die Nöte, auftauchende Phantasien, Fieberträume, kaum faßbare Gefühle eines Knaben dargestellt werden, ist ganz große Kunst. Die Welt des Vorbewußten, die gleitende Grenze zwischen Bewußtem und Unbewußtem wird mit einer so unübertrefflichen Genauigkeit erfaßt, wie das in der modernen Literatur seit Dostojewsky kaum je geschehen ist. Wie das Auftauchen von scheinbar sinnlos nebeneinandergereihten Gedankenreihen, wie das Aufblitzen von Erinnerungen, wie die um Symbole kreisenden Phantasien hier geschildert werden, entspricht haarscharf den Erlebnissen, die wir in Augenblicken hemmungslosen „Dösens“ an uns beobachten können, wie sie in der Analysestunde aus den Selbstberichten der Patienten erschaubar werden. Nur wird das bei Jocye immer künstlerisch geformt, gerundet zu einer echten, intensiven Epik des seelischen Geschehens.

Am stärksten packt einem der Ton dieser Bekenntnisse, diese letzte, vor nichts zurückscheuende Aufrichtigkeit. Hier weht eine frische Luft! Es wird nicht ästhetisierend, mit einer falschen Schöntuerei Nebensächliches aufgebauscht, breit ausgelegt, sondern die brutalen, aber entscheidenden Erlebnisse werden herausgegraben und mit einem wissenden Ernst dargestellt.

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