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Graber (1928). Müller-Freienfels, Richard: Geheimnisse der Seele. Delphinverlag, München.. Imago, 14(4):541.

(1928). Imago, 14(4):541

Müller-Freienfels, Richard: Geheimnisse der Seele. Delphinverlag, München.

Review by:
Graber

Mit „Geheimnissen der Seele“ geheim zu tun, bliebe besser ungetan. Jedenfalls der Wissenschaft dient man damit nicht. Zudem: der Titel paßt im Grunde herzwenig zum Inhalt des Buches, aus dem hervorgeht, daß der Verfasser alles psychische Geschehen doch eigentlich recht oberflächlich geschaut hat und nun möglichst viele banale Alltäglichkeiten mit großem Tamtam vorträgt.

Der Psychoanalyse glaubt er ein Kränzchen winden zu müssen, „daß sie in die(se) dunkle Welt der verdrängten und verkappten Erlebnisse hineingeleuchtet hat“. Trotzdem: Verfasser mag sein Verhältnis zu den Eltern „noch so rückhaltlos ins Gedächtnis zurückrufen, er (ich) finde(t) nicht eine Spur von Sexualität den Eltern gegenüber“. Die Eltern waren ihm, wie er sich äußert, „völlig tabu“.(!) Er gibt zu, daß die Bindung an den Vater von „Ressentiment“, „Furcht“, „Unterdrücktheitsbewußtsein“, dumpfer „Rachestimmung“ begleitet war, während diejenige an die Mutter mehr Zärtlichkeit aufwies. Er sagt: „So konnte man sich mit der Mutter im Bunde fühlen, wie in einer Verschwörung gegen die strenge Autorität des Vaters: das durch Sexualität und Ödipusinstinkte zu motivieren, ist völlig falsch.“

Es scheint, daß der Verfasser noch wenig Gelegenheit fand, die Psychoanalyse auch in „die dunkle Welt“ seiner „verdrängten und verkappten Erlebnisse hineinleuchten“ zu lassen.

Graber

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