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Bally (1928). Hildebrandt, Kurt: Gesundheit und Krankheit in Nietzsches Leben und Werk. S. Karger Verlag, Berlin 1926.. Imago, 14(4):545.

(1928). Imago, 14(4):545

Hildebrandt, Kurt: Gesundheit und Krankheit in Nietzsches Leben und Werk. S. Karger Verlag, Berlin 1926.

Review by:
Bally

Der Nachweis, daß Möbius' bekanntlich auf progressive Paralyse lautende Diagnose von Nietzsches Geisteskrankheit zweifelhaft ist, daß aber auf alle Fälle der Einfluß eines organischen Gehirnleidens für die vor 1888 entstandenen Werke nicht in Betracht kommt, ist dem Verfasser, wie uns scheint, gelungen.

Die Motive aber, die ihn dazu bewegen, diese Untersuchung durchzuführen, bewirken ein bedauerliches Versagen auf psychologischem Gebiet: Hildebrandt vermeidet es nämlich, Nietzsche anders als in der Identifizierung mit seiner Idee zu sehen. Darum weist er den fruchtbaren Gedanken Stekels, als habe in der unglücklichen Leidenschaft für Wagner die homosexuelle Komponente eine ausschlaggebende Rolle gespielt, empört zurück. Aber er schreibt: „Nun hat Nietzsche zwar keinen Trieb zur lauten und aufdringlichen Geselligkeit; aber noch weniger hat er einen Trieb zur Einsamkeit. Angeboren ist ihm der Trieb des Predigers zur Gemeindebildung.“ Sind „Andeutungen von Zwangsideen“ da, so „fallen sie bei seiner exzentrischen Lebensweise nicht schwer ins Gewicht“. Nietzsche wird zum harmonischen Menschen mit „gesunden Leidenschaften“ gestempelt, und die Motive, die ihn unglücklich machen, gehören nicht ihm, sondern seinem Schicksal an.

Man sieht, das Buch wendet sich an einen Kreis, der nur einen geretteten und gereinigten Nietzsche erträgt und ist daher für den Psychologen kaum von großer Bedeutung.

Bally

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