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Schaeffer, A. (1928). GESCHICHTE EINES TRAUMES: GESPRÄCH. Imago, 14(4):546-551.

(1928). Imago, 14(4):546-551

GESCHICHTE EINES TRAUMES: GESPRÄCH

Albrecht Schaeffer

KLEMENS: So wäre es denn Abend geworden, und du kannst mich nun wissen lassen, was dich den Tag über im Innern so spürbar bewegt hat. Oder ist's noch zu früh?

IRENE: Nein, — ich ließ es ja Abend werden, um es zu sagen. Es ist nur ein Traum. Aber heute morgen war ich noch zu ergriffen, um davon sprechen zu können, und darum hatte ich all den Tag zu tun, ihn innerlich zu wiederholen, um ihn in Nichts zu vergessen. Mitten in der Nacht erwachte ich aus ihm; mein Gesicht und das Kissen war ganz naß von seinen Tränen. Nun hat seme Kraft durch den langen Tag doch abgenommen, und ich kann ihn noch weniger verstehn als zu Anfang.

KLEMENS: Wenn es wahre Tränen waren, in denen du erwachtest, muß er auch wahr gewesen sein.

IRENE: Meinst du? Dann will ich von vorn anfangen …

Es war später Abend in meinem Traum. Die Lichter brannten schon in meiner Vaterstadt, durch die ich zum Bahnhof ging, weil ich die alte Frau Bechlarn besuchen wollte, die Vorsteherin des Pensionats, in dem ich als Mädchen war. Sie war die gütigste alte Frau, besonders für mich hatte sie viel Verstehn und Verzeihen, aber sie ist schon lange tot. Im Dahingehn gestaltete sich erst dieser Besuch in mir als eine Pflicht, ja ein Geschenk für die einsam gewordene Alte; aber auf einmal ward mir bewußt, daß in diesem Augenblick meine Mutter davor war, sich das Leben zu nehmen.

KLEMENS: Oh! Deine seit drei Jahren tote Mutter. Dieser Traum scheint sehr echt zu werden.

IRENE: Meinst du? Höre weiter.

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