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Brill, A.A. (1933). Über Dichtung und orale Befriedigung. Imago, 19(2):145-167.

(1933). Imago, 19(2):145-167

ORIGINALARBEITEN

Über Dichtung und orale Befriedigung

A. A. Brill

Unter den prägenitalen Betätigungen des Individuums ist die an die orale Zone geknüpfte nicht nur die zeitlich früheste, sondern auch die wichtigste. Wenn der Säugling anfängt, an der Mutterbrust zu trinken, macht er bald die Entdeckung, daß er nicht nur seinen Hunger stillt, sondern auch orale Lust empfindet. Diese primäre Lust ist so eindrucksvoll, daß der Säugling bald versucht, sie im Daumenlutschen zu wiederholen. Das Lutschen am Daumen setzt das Saugen an der Brust fort; es unterscheidet sich aber insoferne, als das Saugen an der Brust die höchste Steigerung der Kind-Mutter-Beziehung in seiner Vereinigung von Hunger und Liebe darstellt, während das Daumenlutschen die autoerotische Befriedigung par excellence ist und als erste Äußerung des kindlichen Unabhängigkeitskampfes angesehen werden kann. Das Kind will jetzt alles von sich selbst bekommen und nicht mehr auf seine Mutter angewiesen sein. Später wird das Daumenlutschen durch andere Reizmittel ersetzt, die zur Ernährung beitragen mögen oder auch nicht, die aber auf jeden Fall Lust verschaffen. So besteht seit undenklichen Zeiten der Wunsch der Menschen nach Geschmacksfreuden (in Form von Süssigkeiten, Tabak usw.), nach allem, was die orale Zone zu reizen imstande ist. Dieser Hang zu oraler Lust wurde mit fortschreitender Zivilisation intensiver.

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