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Schilder, P. (1933). Psychoanalyse und Biologie. Imago, 19(2):168-197.

(1933). Imago, 19(2):168-197

Psychoanalyse und Biologie

Paul Schilder

Freud selbst hat immer wieder die Psychoanalyse als biologische Wissenschaft betrachtet. Die Studien über Hysterie (mit Breuer) betrachten es als selbstverständlich, daß es sich in der Hysterie, im hypnoiden Zustand und in der Hypnose um Mechanismen handelt, welche vom Standpunkt der Hirnphysiologie aus betrachtet werden können, ja betrachtet werden müssen. Man kann beinahe sagen, daß der Begriff der seelischen Energie im Zentrum des psychoanalytischen Lehrgebäudes steht. Die Begriffe der freien und gebundenen Energie spielen nicht nur in dem Buche von Breuer und Freud eine Rolle, sondern sind auch maßgebend für die spätere Theorienbildung, wie sie etwa in „Jenseits des Lustprinzips“ entwickelt wird. Es ist für Freud selbstverständlich, daß dieser Begriff der Energie ein naturwissenschaftlicher Begriff ist und daß seelische Energie und die Energie, welche sich in den Gehirnvorgängen entwickelt, als im wesentlichen identisch angesehen werden können. „Da die freien Energiequanten nach Freud wesentlich im Trieb ihren Ursprung haben, bedeutet die energetische Betrachtungsweise gleichzeitig die Grundlegung der Psychologie auf dem Triebbegriff“ (H. Hartmann). Die Energien der Triebe sind nun nicht nur in Zusammenhang mit den zerebralen Prozessen, sondern sie sind wesentlich abhängig von den chemischen und hormonalen Vorgängen im Organismus. Der Begriff der Libido in der Psychoanalyse meint nicht nur den inneren Drang, die Richtung, den Trieb, sondern auch die chemischphysiologischen Prozesse, welche mit dem Triebleben verbunden sind. Von diesem Gesichtspunkte aus hat Freud und die Psychoanalyse der inneren Sekretion und besonders den Sexualhormonen stets ein besonderes Interesse zugewendet. Es hängt mit dieser Tendenz der Psychoanalyse zusammen, daß Freud und Ferenczi dem organischen Leben als solchem eine besondere Aufmerksamkeit schenken. In „Jenseits des Lustprinzipes wird der Biologie der Protozoen eine erhöhte Beachtung zugewendet, und Freud basiert seine Formulierung über den Todestrieb zumindest zum Teil auf die Vorgänge, welche bei der Fortpflanzung und beim Tod der Einzeller beobachtet werden können.

Die Psychoanalyse hat fernerhin, besonders unter dem Einfluß von Groddeck, Jelliffe und F.

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