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Weyersterg, M. (1933). Allendy René: La Justice Intérieure. Paris, Denoël et Steele, 1930.. Imago, 19(2):272.

(1933). Imago, 19(2):272

REFERATE: BESPRECHUNGEN: Aus der Literatur der Grenzgebiete

Allendy René: La Justice Intérieure. Paris, Denoël et Steele, 1930.

Review by:
M. Weyersterg

Dieses Werk ist der Versuch einer Definition des Begriffes der Gerechtigkeit in den verschiedenen Kulturen und Epochen.

Dem labilen Charakter der sozialen Gerechtigkeit setzt A. die durch kosmische Gesetze bedingte immanente Gerechtigkeit gegenüber. Die Fragestellung: „Hält unser Gerechtigkeitsideal außerhalb der menschlichen Gesellschaft stand?“ löste den Gedanken an eine immanente Gerechtigkeit aus, deren Quelle im Unbewußten des Menschen zu suchen ist, dessen Offenbarung der psychoanalytischen Forschung vorbehalten bleibt.

Das Buch gliedert sich in zwei Teile: 1) die Gerechtigkeit und das Bewußte, 2) die Gerechtigkeit und das Unbewußte.

Der erste Teil behandelt die Institutionen, die Glaubensanschauungen, die Vernunftanschauungen. Das instinktive Gerechtigkeitsgefühl wird der ganzen Ordnung zugrunde gelegt. Einen wesentlichen Faktor bildet das Irrationale, in dem sich der Glaube an eine göttliche Entscheidung dokumentiert. Über diesen Glauben an Sanktionen im Jenseits als Ausgleich der irdischen Gerechtigkeit handelt das zweite Kapitel. Im dritten Kapitel erscheint der Mensch in seiner Eigenschaft als vernunftbegabtes Wesen, das gewillt ist, sich durch logische Argumente gegen instinktive Spontaneität zu versichern.

Der zweite Teil behandelt die Gerechtigkeit und das Unbewußte: Das Gerechtigkeitsgefühl und die sozialen Instinkte, die pathologischen Formen des Gerechtigkeitsgefühls, die innere Gerechtigkeit. Der wesentliche Zug der sozialen Instinkte ist ihre Tendenz der Beschränkung des einzelnen Individuums zugunsten einer Kollektivität. Das vorletzte Kapitel beschreibt die durch Gleichgewichtsstörungen des Instinktlebens hervorgerufenen pathologischen Formen, die sich in Übertreibungen im Mechanismus der Selbstbestrafung äußern. Das ins Ungeheure gesteigerte Schuldgefühl erscheint als Urheber aller menschlichen Leiden. Der soziale Instinkt ist Ausdruck einer synthetischen Kraft, demgegenüber der Individualinstinkt eine Trennung und Kampf verursachende Kraft darstellt. Der Konflikt zwischen sozialen und egoistischen Instinkten korrespondiert metaphysisch genommen dem großen Kampf zwischen Ormuzd und Ahriman. Das Opfer des Individuums an das Universum wird als höchste Weisheit zur Erleichterung menschlicher Leiden hingestellt.

M. Weyersterg (Frankfurt a. M.)

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