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Bally, G. (1933). Die frünhkindliche Motorik im Vergleich mit der Motorik der Tiere. Imago, 19(3):339-366.

(1933). Imago, 19(3):339-366

Die frünhkindliche Motorik im Vergleich mit der Motorik der Tiere

Gustav Bally

I) Einleitung

In dieser Arbeit soll versucht werden, von der Basis einer erklärenden Psychologie aus an ein Thema heranzugehen, das die Psychoanalyse in den letzten beiden Jahrzehnten besonders ausgiebig beschäftigt hat: Die Entwicklungspsychologie des Ich. Damit eng verbunden erscheint die Frage nach der Bewußtseinsentstehung und nach dem Zeitpunkt der Unterscheidung von Ich und Außenwelt.

Bisher wurde die vorsprachliche frühkindliche Entwicklung, sei es in voller Absicht, sei es unbewußt, durch das Medium ihres späteren Ergebnisses, des Erwachsenen, verstanden. Aus Mitteilungen von Erwachsenen wurde sie rekonstruiert und aus Mitteilungen von älteren Kindern ergänzt. Die vorliegende Arbeit geht den entgegengesetzten Weg. Sie schließt das Verstehen der vorsprachlichen Entwicklung an die biologisch orientierte Tierpsychologie an.

Der Zwang, auf die Verständigung mit ihrem Objekt verzichten zu müssen, führt den Tierpsychologen zu einer kritischen Methode, die für uns äußerst wertvoll sein muß: Er erkennt, daß die Annahme einer allen Lebewesen gemeinsamen Außenwelt einen unverzeihlichen Anthropomorphismus darstellt. Sein Objekt zwingt ihm eine Anschauungsweise auf, die eine methodische Bereicherung auch für die Psychologie des Menschen darstellt.

Sie besteht darin, daß die uns geläufige Betrachtungsweise verlassen wird. Nicht das Individuum, das Ich, wird auf Grund der Außenwelteinflüsse in seinem strukturellen Wesen ergründet; sondern diese Außenwelt selbst wird begriffen aus den Erscheinungsweisen des untersuchten Lebewesens. Dieses Vorgehen wird aus folgender Überlegung verständlich: wir können nicht wissen, was „Außenwelt“ an sich ist. Die „Außenwelt“ des erwachsenen Menschen geht, kritisch genommen, nicht weiter als seine Wahrnehmung. Sie ist lediglich seine Umwelt, in der er durch sein So-sein eingebettet lebt.

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