Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To search for a specific phrase…

PEP-Web Tip of the Day

Did you write an article’s title and the article did not appear in the search results? Or do you want to find a specific phrase within the article? Go to the Search section and write the title or phrase surrounded by quotations marks in the “Search for Words or Phrases in Context” area.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Bally, G. (1933). Becker, Friedebert: Die Instinktpsychologie William McDougalls. Versuch einer kritischen Darstellung. Schriften der Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaft in Reichenberg. Im Auftrag herausgegeben von Erich Gierach. Reichenberg, Gebr. Stiepel, 1933. 87 Seiten.. Imago, 19(3):412.

(1933). Imago, 19(3):412

BESPRECHUNGEN: Aus der Literatur der Grenzgebiete

Becker, Friedebert: Die Instinktpsychologie William McDougalls. Versuch einer kritischen Darstellung. Schriften der Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaft in Reichenberg. Im Auftrag herausgegeben von Erich Gierach. Reichenberg, Gebr. Stiepel, 1933. 87 Seiten.

Review by:
G. Bally

Die Instinktpsychologie McDougalls versucht auf Grund einer Reihe von spezifischen Grundtrieben, den vierzehn „primären Instinkten“, das gesamte tierische und menschliche Verhalten als Aufbau dieser Elemente zu erfassen. „McDougall würde zustimmen, wenn man feststellte, daß er dieses Prinzip des Instinktes ebenso zum Hauptgesetz des Psychischen macht wie der Physiker das Kausalitätsgesetz zum Urprinzip der anorganischen Erscheinungen.“ … Die vorliegende Arbeit stellt eine mit großer Sorgfalt und Respekt vor der Leistung McDougalls durchgeführte Kritik dar. Sie basiert ganz auf den psychologischen Anschauungen Lindworskys. Die dadurch bedingte Einseitigkeit kommt in erster Linie dort als Mangel zur Geltung, wo man eine prinzipielle Methodenkritik vermißt. Im Rahmen aber der Gegenüberstellung McDougall-Lindworsky ist die Kritik erschöpfend und zwingt den Leser, mit dem Verfasser einig zu gehen. Auch uns erscheint, wie ihm, die empirische Basis McDougalls äußerst schmal und der theoretische Aufbau entsprechend wenig berührt von dem vielgestaltigen psychischen Geschehen, das durch ihn erklärt werden soll. Wir gehen einig mit dem Verfasser, wenn er schreibt: „Uns dünkt schon der Ausgangspunkt des McDougallschen Forschens bedenklich: der Instinkt ist selbst für den kühnsten Psychologen heute noch ein Wunder der Natur, in das tiefer einzudringen uns die exaktesten Experimente noch nicht erlauben. Ist es ratsam, von einem solchen Erlebnis … und selbst die Annahme ‚Erlebnis‘ ist bereits ein … kühner Ansatz … auszugehen, um Erklärungen zu suchen für unendlich komplizierte seelische Vorgänge, die uns aber trotz ihrer Kompliziertheit soviel näherstehen?“ „McDougalls Erklärung ist abstrakt, eine theoretische Konstruktion, die dem eigenen Erleben fremd bleibt und es immer bleiben muß.“

G.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.