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Róheim, G. (1933). Driberg, J. H.: At Home with the Savage. London, Routledge, 1932, IX, 267 p.. Imago, 19(3):418-420.

(1933). Imago, 19(3):418-420

Driberg, J. H.: At Home with the Savage. London, Routledge, 1932, IX, 267 p.

Review by:
G. Róheim

Obgleich dieses Buch auf die psychoanalytisch gerichtete Völkerkunde so gut wie gar nicht Bezug nimmt, wird es der Analytiker, der im Reiche der Ethnologie Laie ist, mit Nutzen lesen. Der Verfasser ist mit Methoden und Zielen der modernen Völkerkunde wohl vertraut; seine Kenntnis der Primitiven ist eine unmittelbare; das Buch ist lebendig geschrieben. Ich ziehe es vor, daß Ethnologen die Psychoanalyse ganz bei Seite lassen, wenn sie mit ihr nicht wirklich vertraut sind, als daß sie einige jener Mißverständnisse vorbringen, denen man in diesem Zusammenhang zu begegnen gewohnt ist.

Der Verfasser scheint der Ansicht zu sein, über Freuds Theorie von der Urhorde nach einer beiläufigen Bemerkung über das „phantastische Bild eines von Ödipus beherrschten Gemeinschaftslebens“ verfügen zu können (S. 78). Die Bedeutung psychologischer Gesichtspunkte in der Völkerkunde beurteilt er richtig (S. 10), obwohl er anscheinend unter Psychologie intensives Wissen um das Wesen der „Wilden versteht. Er selbst ist ein in diesem Sinne guter Psychologe und ich begrüße besonders seine Bemerkungen über die Sprache der Wilden und die Zahl der in der Umgangssprache verwendeten Worte. „Wir in unserer Zivilisation finden, daß etwa achthundert Worte unseren täglichen Bedürfnissen genügen, weil alle unsere Wissenschaften und Künste in den Händen von Spezialisten ruhen, die ihren eigenen Wortschatz verwenden … Nach einer groben Schätzung meint der Primitive etwa zweitausend Worte zu brauchen, um sich auszudrücken, da alle Zweige des Wissens der ganzen Gemeinschaft gleichmäßig zugänglich sind“ (S. 44).

Auch die Bemerkungen des Verfassers über die kulturelle und praktische Bedeutung der Ethnologie sollten nicht übersehen werden.

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