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Spitz, R.A. (1933). Ein Beitrag zum Problem der Wandlung der Neurosenform: (Die infantile Frau und ihre Gegenspieler). Imago, 19(4):454-467.

(1933). Imago, 19(4):454-467

Ein Beitrag zum Problem der Wandlung der Neurosenform: (Die infantile Frau und ihre Gegenspieler)

R. A. Spitz

Es ist meine Absicht, in den folgenden Ausführungen einige der Wirkungsund Entstehungsbedingungen eines bestimmten, heute ziemlich weit verbreiteten Frauentypus zu untersuchen. Dazu werde ich mich einerseits der Erfahrungen des täglichen Lebens, andererseits einer Reihe von Tatsachen bedienen, welche ich einigen von mir analysierten Fällen verdanke. Zuvor sei mir jedoch gestattet, einen knappen Exkurs allgemeinerer Natur über gewisse Erscheinungen der Objektwahl im neunzehnten Jahrhundert, verglichen mit der Objektwahl im zwanzigsten Jahrhundert, folgen zu lassen.

Eine flüchtige Betrachtung der Kunst, Kleidung und Literatur des neunzehnten Jahrhunderts zeigt uns, daß die damaligen Männer als Liebesobjekt eine ziemlich üppige Frau bevorzugten. Charakterlich scheinen diese Frauen im großen ganzen zwei Typen anzugehören, die man bezeichnen könnte als den „hingebungsvollen“ und, im Gegensatz dazu, den „dämonischen“. Letzterer Typus, „la femme fatale“, wird meistens spanisch brünett, ausnahmsweise rothaarig, dargestellt und spukt durch die gesamte Literatur der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, von Prosper Mérimées Carmen bis zu den Figuren von Maupassant und Pierre Louis. Das rein utilitaristische Ideal der „guten Hausfrau“ hat mit Erotik wenig zu tun und kann im Rahmen dieser Betrachtungen vernachlässigt werden.

Nach der ersten Dekade des zwanzigsten Jahrhunderts erleben wir eine Wandlung dieses Ideales. Die Frauen werden schlank, knabenhaft, die Kleidung übertreibt nicht mehr wie im neunzehnten Jahrhundert einzelne Körperteile, wie Gesäß, Busen, Oberarm, durch Kunstmittel, die eine üppige Femininität der Formen unterstreichen oder vortäuschen.

Gegen Ende der zweiten Dekade erscheint das kurzgeschnittene Frauenhaar, um in der dritten und vierten Dekade durch eine immer stärkere Vermännlichung der weiblichen Tracht ergänzt zu weiden, welche schließlich, als scheinbar letztes Zeichen der Ablehnung der Femininität in der Verwendung der Herrenhose durch Frauen gipfelt.

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