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Bonaparte, M. (1933). Der Mensch und sein Zahnarzt. Imago, 19(4):468-472.

(1933). Imago, 19(4):468-472

Der Mensch und sein Zahnarzt

Marie Bonaparte

„Meine Liebe, Sie müssen unbedingt zu meinem Zahnarzt kommen; er ist einfach unerreicht!“ „Oh, nichts wird mich dazu bringen, dem meinigen weiterzugehen! In ganz Paris gibt es keinen, der ihm gleichkommt!“ Die beiden Damen setzen ihre Diskussion fort — und das Ergebnis ist daß jede von ihnen ihrem Zahnarzt treu bleibt.

Man wird vielleicht sagen, daß es sich hier um weibliche Vorurteile handle, daß vielleicht zumindest einer dieser beiden Zahnärzte ein Herzenbrecher sei. Das ist aber nicht der Fall; wir finden bei Männern das gleiche Verhalten gegenüber ihrem Zahnarzt. Nur ist die Tonart der Debatte zwischen Männern eine etwas andere; es liegt mehr Ernsthaftigkeit in den Stimmen. Aber die Tatsache ist die gleiche, mögen die Männer mondäne Müßiggänger, Ingenieure, Rechtsanwälte, ja selbst Ärzte sein.

Wir Psychoanalytiker kennen nun dieses Phänomen genau; wir nennen es die „Übertragung“. Diese bildet im allgemeinen die Grundlage, auf der sich jede Liebesbindung, jede Zuneigung aufbaut. Es ist das gleiche Gefühl von Anhänglichkeit, Bewunderung und Abhängigkeit gegenüber jenen, die uns in der Kindheit beschützt und betreut haben, das wir später besonders auf unsere Ärzte übertragen, auf die Psychoanalytiker so gut wie auf die Zahnärzte, die uns ihre Sorgfalt angedeihen lassen.

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