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Róheim, G. (1933). Reich, Wilhelm: Der Einbruch der Sexualmoral. Berlin, Verlag für Sexualpolitik, 1932. 137 Seiten.. Imago, 19(4):552-561.

(1933). Imago, 19(4):552-561

Reich, Wilhelm: Der Einbruch der Sexualmoral. Berlin, Verlag für Sexualpolitik, 1932. 137 Seiten.

Review by:
G. Róheim

Die Besprechung dieses Buches soll von den positiven Behauptungen des Verfassers ausgehen. Reich stützt sich auf folgende Annahmen:

Am Anfang der menschlichen Gesellschaft stehe die matrilineare Organisation. Der Bruder verkehrte mit Schwester und Mutter. Durch die „wirtschaftliche Tatsache“ des Heiratsgutes entstand die Institution der „Cross-cousin“-Heirat auf folgende Weise: In der mutterrechtlich organisierten Gesellschaft mit freier Liebe hat nur der Mann Interesse an der monogamen Dauerehe, weil er mit der Frau eine Mitgift, d. h. eine jährliche Kontribution von Gartenfrüchten (Reich nennt sie „Heiratsgut“) erhält. Der Mann bekommt als Gatte „Heiratsgut“, muß aber als Bruder „Heiratsgut“ abgeben. Als schlauer Geschäftsmann erfindet nun der „Primitive“ einen Kniff, um das von ihm gelieferte Heiratsgut wieder zurückzubekommen. „Er bezieht durch seine Frauen von ihren Brüdern Heiratsgut, das er zu einem großen Teil an die Gatten seiner Schwestern weitergeben muß.

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